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Augsburg

19.07.2018

Eine Pfarreiengemeinschaft – mehrere Baustellen

Auf dem Areal der Kirche St. Martin entsteht derzeit der Neubau für das St. Vinzenz-Hospiz. Rechts im Bild ist das Pfarrhaus zu sehen, das einen Anbau bekommt – als Ersatz für das abgerissene Pfarrheim. Baustart ist hier voraussichtlich im kommenden Frühjahr.
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Auf dem Areal der Kirche St. Martin entsteht derzeit der Neubau für das St. Vinzenz-Hospiz. Rechts im Bild ist das Pfarrhaus zu sehen, das einen Anbau bekommt – als Ersatz für das abgerissene Pfarrheim. Baustart ist hier voraussichtlich im kommenden Frühjahr.
Bild: Annette Zoepf

Pfarrer Bernd Weidner ist seit einem halben Jahr für vier Gemeinden in Oberhausen und im Bärenkeller verantwortlich. Es stehen Veränderungen an.

Mit Provisorien ist das so eine Sache: Im Interimsbüro von Pfarrer Bernd Weidner im Pfarrhaus von St. Peter und Paul steht zwar ein Computer, Ablagen für die immer noch anfallenden Papierberge sind aber Fehlanzeige. Die Folge: Sein Schreibtisch ist voller, als es dem neuen Chef der Pfarreiengemeinschaft Oberhausen/Bärenkeller mit vier Gemeinden lieb ist. Den Überblick über die anstehenden Projekte hat der katholische Geistliche, der am 1. Januar Karl Mair abgelöst hat, dennoch nicht verloren.

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Da sind zunächst einmal die Baustellen im wörtlichen Sinn. Ein Überblick:

St. Peter und Paul

Eine Pfarreiengemeinschaft – mehrere Baustellen

Weidners Plan, im Pfarrhaus von St. Peter und Paul das zentrale Pfarrbüro für alle vier Gemeinden einzurichten, ist bereits umgesetzt – wenn auch noch provisorisch. Momentan sind er und sein Team noch auf Räume im Erdgeschoss und im zweiten Stock verteilt. Wenn die erste Etage jetzt nach Beendigung eines Wohnprojekts umgebaut wird, entstehen hier Büros. In der zweiten Etage wiederum sind Wohnungen vorgesehen, unter anderem für den neuen Kaplan.

Die Gemeinde im Zentrum des alten Oberhausens besitzt seit dem Abriss von Haus Emmaus keine eigenen Begegnungsräume mehr. Auf dem Areal entstehen gerade Wohnungen. „Der Wunsch nach einem Pfarrzentrum ist stark in der Gemeinde“, sagt Weidner. Er sei sich bewusst, dass dezentrale Angebote sinnvoll sind und nicht alles innerhalb einer Pfarreiengemeinschaft zusammengelegt werden kann.

Wann und in welcher Form St. Peter und Paul mit einem eigenen Gemeindezentrum rechnen kann, vermag Weidner noch nicht zu sagen. Neben einem klassischen Neubau sind für ihn auch Kooperationen mit anderen Einrichtungen im Stadtteil denkbar.

Angesichts der sinkenden Zahl der Katholiken und den damit auch geringeren Kirchensteuereinnahmen müsse man sehr auf die Kosten achten: „Ich kann kein Pfarrheim bauen, dass die Pfarrei in die Pleite stürzt“, sagt Weidner. Der Umbau des Pfarrhauses hingegen belaste zumindest den Etat der Kirchenstiftung nicht, da die Maßnahme voll von der Diözese getragen werde.

St. Martin

Die Gemeinde im Norden Oberhausens bekommt demnächst  ein kleines Pfarrzentrum. „Die Baugenehmigung ist erteilt“, sagt Bernd Weidner. Dabei handelt es sich um einen Anbau ans Pfarrhaus, der aus einem Saal für rund 60 Personen sowie Küche und Sanitärräumen besteht. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr. Für die Gemeinde sei das Projekt zu stemmen, so der Pfarrer. Finanziert wird der Neubau vor allem aus den Erlösen aus dem Grundstücksdeal in Zusammenhang mit dem Neubau des St. Vinzenz-Hospizes. Die Einrichtung für schwerstkranke und sterbende Menschen entsteht gerade auf dem Areal des ursprünglichen, mittlerweile abgerissenen Pfarrheims.

St. Joseph

Hier sind die Arbeiten seit Jahren abgeschlossen. In einem Großteil der Kirche ist das Diözesanarchiv untergebracht. Der verbliebene Platz wurde zu einer kleineren Kirche mit neuen Gemeinderäumen umgebaut. Profitieren wird die Pfarrei von einem städtischen Bauprojekt: Die Platzgestaltung zwischen St. Joseph und St. Johannes soll zum Jahresende abgeschlossen sein.

St. Konrad

Aktuell lebt Weidner in Oberhausen in einer Mietwohnung. Wie sein Vorgänger wird er aber künftig im Pfarrhaus von St. Konrad im Bärenkeller wohnen. Das Gebäude wird derzeit – ebenfalls mit Mitteln der Diözese – generalsaniert. Mit dem neuen Meditationsraum im Erdgeschoss geht ein Wunsch des Pfarrers in Erfüllung. Abgeschlossen sollen die Arbeiten im Herbst 2019 sein. Trotz des zentralen Pfarrbüros in Oberhausen bleibt im Bärenkeller eine Filiale bestehen, allerdings mit wesentlich geringeren Öffnungszeiten.

Neben den eigentlichen Baustellen gibt es auch einige organisatorische Veränderungen, die die gesamte Pfarreiengemeinschaft betreffen:

Gottesdienste

Weidner hat die Gottesdienstordnung geändert und Messen teilweise zusammengelegt. In St. Peter und Paul etwa gibt es am Sonntag nur noch einen Gottesdienst, außerdem ist die Vorabendmesse in St. Martin im Norden Oberhausens weggefallen.

Personelles

Die Jugendarbeit soll einen höheren Stellenwert bekommen. Daher zählt dieser Bereich zu den Schwerpunkten der neuen Pastoralreferentin Julia Spanier und des neuen Kaplans Felix Siefritz, den Weidner aus seiner Zeit in Königsbrunn kennt. Siefritz kommt im Herbst und ersetzt den bisherigen Kaplan Pater Emmanuel, der nach Memmingen geht.

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