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Verkehr in Augsburg

02.09.2011

Ersatzbusse für den Kö-Umbau

Auf Herz und Nieren geprüft: Michael Englisch, technischer Leiter der Buswerkstatt der Stadtwerke, schaut sich einen der gebrauchten Busse von unten an. 27 Fahrzeuge wurden für die Zeit des Kö-Umbaus angeschafft.
Bild: Foto: Anne Wall

Der Königsplatzumbau und seine Auswirkungen: Die Augsburger Stadtwerke kaufen 27 gebrauchte Fahrzeuge aus dem ganzen Bundesgebiet, um wegfallende Trams zu ersetzen.

Sie kommen aus Essen, Bochum oder Reutlingen: Die Stadtwerke haben 27 gebrauchte Gelenkbusse von Verkehrsbetrieben aus dem ganzen Bundesgebiet gekauft. Die Bus-Dinosaurier – teils haben sie schon 900000 Kilometer auf dem Tacho – werden momentan im Busbetriebshof an der Lechhauser Straße auf Vordermann gebracht. Von Anfang 2012 an sollen die Augsburger Fahrgäste damit transportiert werden. Grund ist der Königsplatz-Umbau. 2014 werden die Busse wieder aus dem Verkehr genommen.

Momentan ist man bei den Stadtwerken noch dabei, den Ersatzfahrplan für Trams und Buslinien während der Kern-Umbauarbeiten am Kö, die 2012 und 2013 laufen werden, fertigzustellen. Knotenpunkt wird statt des Königsplatzes der Moritzplatz werden. Unklar ist aber noch, ob alle Straßenbahnlinien dort vorbeifahren können, weil die Kapazitäten der Maximilianstraße als Ausweichstrecke begrenzt sind. Fest steht aber schon jetzt: Die Linien 1 nach Göggingen und 3 nach Stadtbergen werden unterbrochen werden, weil sie die Kaiserhofkreuzung überqueren müssten, die aber komplett umgebaut wird. „Darum werden auf diesen Streckenästen Ersatzbusse fahren“, so Tobias Harms, Leiter Fahrbetrieb bei den Verkehrsbetrieben.

Mit ihrem bisherigen Buspark (aktuell 92 Busse) kommen die Stadtwerke aber nicht hin. Für einen Combino müssen zwei Gelenkbusse eingesetzt werden, um die gleiche Zahl an Sitzplätzen zusammenzubekommen. Aus diesem Grund haben die Stadtwerke 27 gebrauchte Busse gekauft. „Wir haben das über Händler gemacht, die ins ganze Bundesgebiet Kontakte haben“, sagt Harms. Im Schnitt zahlten die Verkehrsbetriebe 20000 Euro pro Bus, die alle über Niederflur-Einstiege verfügen, sodass keine Stufen genommen werden müssen. Teils sind die Busse 14 Jahre alt – in diesem Alter mustern die Stadtwerke ihre Fahrzeuge normalerweise aus und ersetzen sie durch neue. Alle gekauften Fahrzeuge seien aber in gutem technischen Zustand.

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Momentan werden die Busse, die noch die Lackierung ihrer alten Stadtwerke haben, mit Fahrkarten-Entwertern sowie der Augsburger Funk- und Leittechnik ausgestattet. Bevor sie auf Strecke gehen, sollen sie auch ein einheitliches Gestaltungsbild bekommen. Fahren werden die Busse ausschließlich auf den Ersatzlinien.

Momentan sind die Stadtwerke auch noch händeringend auf der Suche nach Busfahrern. Zwar sollen die Studenten, die diese Woche ihre Prüfung als Tramfahrer machen (wir berichteten), für Entlastung sorgen, doch auch wenn reguläre Tramfahrer auf Bussen fahren (die meisten Fahrer der Verkehrsbetriebe können beides), sind es noch zu wenig Fahrer. 24 zusätzliche Chauffeure werden benötigt. Sie könnten wegen der Fluktuation auch nach dem Kö-Umbau weiterbeschäftigt werden, sagt Harms.

Anders sieht es mit den Bussen aus. Die werden 2014, wenn die Tram wieder fährt, verkauft. In Deutschland wird man sie wegen ihres Alters dann aber wohl nicht mehr losbekommen.

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