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Augsburg

14.05.2012

Erste Kontrollen: Stadt macht gegen Radl-Rowdys mobil

Stadt und Polizei kontrollierten am Montagvormittag Radfahrer an der Lechbrücke in der Friedberger Straße in Augsburg.
Bild: Mateusz Roik

Für Radl-Rowdys wird es ernst in Augsburg: Stadt und Polizei gehen verstärkt gegen Radfahrer vor, die sich nicht an die Regeln halten. Die ersten bekamen das heute zu spüren.

Im Jahr 2011 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord 1317 Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern registriert. Das war eine Steigerung um 36,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ob es daran liegt, dass sich die Radler weniger an Regeln halten oder das Wetter nur besonders zum Radeln einlud, ist zwar unklar. Aber in 60 Prozent der Fälle waren laut Polizei die Radler selbst am Unfall schuld – überproportional häufig im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern.

Geister-Radler im Visier

Polizei und Stadt Augsburg kündigten deshalb für dieses Frühjahr wieder Radler-Schwerpunktkontrollen an Radwegen und Problemstellen an. Vor allem im Visier: sogenannte Geister- und Gehwegradler, die in falscher Richtung unterwegs sind. Denn sie sind besonders oft in Unfälle verwickelt.

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Am heutigen Montag war Auftakt der Schwerpunktkontrollen. Um sieben Uhr postierten sich Beamte in der Friedberger Straße an der Lechbrücke. Dann stoppten sie Fahrradfahrer, die entgegen der Fahrtrichtung unterwegs waren und verwarnten sie. Augsburgs Ordnungsreferent Volker Ullrich und der Leiter des Ordnungsdienstes Gerhard Paar waren mit vor Ort, um sich ein Bild zu machen.

Auch Beamte mit dem Rad auf Streife

Die Kontrollen sollen in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt werden, "vor allem an Schwerpunkten in der Stadt, an denen es immer wieder zu Verstößen kommt", sagt Markus Graf vom Polizeipräsidium Schwaben-Nord.  Das sei zum Beispiel im Bereich Hochablass der Fall. "Hier sind auch Beamte mit dem Fahrrad auf Streife."

Vergangenes Jahr wurden im Raum Augsburg 5800 Radler von der Polizei kontrolliert, bei fast der Hälfte wurden Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Das ging von der fehlenden Beleuchtung bis hin zum Benutzen von Radwegen in falscher Richtung. Auch das Telefonieren mit dem Handy beim Fahren wurde oft verwarnt. Hier gab es eine Zunahme um 13 Prozent. Durch die Mitarbeitern des städtischen Ordnungsdienstes kamen weitere 1400 Verwarnungen von Radfahrern dazu – mündliche Ermahnungen nicht mit eingerechnet. skro/bo

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