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Fehlender Respekt: Ist unsere Polizei zu weich?

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Kommentar Von Jörg Heinzle
24.07.2018

Die Zahl der Übergriffe auf Polizeibeamte ist hoch - gerade in Augsburg. Warum es fatal wäre, auf amerikanische Verhältnisse hinzusteuern.

Angesichts der vielen Übergriffe auf Polizeibeamte neigt man schnell zu der Diagnose: Die Polizei tritt zu harmlos und zu weich auf. Sie muss härter durchgreifen. Nur so kann sie sich wieder Respekt verschaffen. Doch ist das wirklich so? Oder besteht nicht die Gefahr, dass sich mit einer hochgerüsteten, rigoros auftretenden Polizei die Spirale der Eskalation noch weiter dreht? Es ist richtig, die Polizisten, die auf der Straße mitunter einen harten Job zu erledigen haben, dafür gut auszurüsten. Allerdings: Die Polizei muss bürgernah bleiben.

Es wäre fatal, auf amerikanische Verhältnisse hinzusteuern. Das zeigt allein die Zahl der dort von Polizisten erschossenen Menschen, voriges Jahr waren es tausend Tote. Das kann keiner wollen. Der erfolgreiche Einsatz beim AfD-Parteitag steht beispielhaft dafür, wie man es machen kann. Die Polizei hat Stärke gezeigt. Gleichzeitig waren aber auch spezielle Kommunikationsbeamte unterwegs, die ständig das Gespräch gesucht, die Wogen geglättet und vermittelt haben. Und gerade das hat gewirkt.

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