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Augsburg

22.10.2013

Feuerwehrmann hörte Polizeifunk ab

1500 Euro Geldstrafe muss ein Feuerwehrmann zahlen, weil er den Funk abhörte.
Bild: Julian Leitenstorfer

Ein Feuerwehrmann wollte immer der erste am Einsatzort sein und belauschte deshalb Polizei und Rettungsdienste. Der „Funk-Tick“ flog auf, als seine Ehe in die Brüche ging.

Er wollte stets einer der Ersten sein am Einsatzort, wenn es brannte. Jahrelang hat ein 35-Jähriger, Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr am Stadtrand, deshalb mit einem Funkscanner die Frequenzen von Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Polizei abgehört.

Das jedoch ist nach dem Telekommunikationsgesetz verboten. Weil er gegen das sogenannte „Abhörverbot“ verstieß, muss er nun eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro (100 Tagessätze zu je 15 Euro) zahlen.

Der Floriansjünger (Verteidiger: Ralf Schönauer) hatte zu Hause den Funkscanner mit seinem PC verbunden. Der Scanner sucht laufend die ihm eingespeicherten Frequenzen ab. Mithilfe eines Dokumentationssystems wurde der abgehörte Funkverkehr dann auf dem PC gespeichert, sodass der 35-Jährige die Gespräche zeitgleich oder auch später abhören konnte.

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Ehefrau zeigt ihn an

Der „Funk-Tick“ flog auf, als die Ehe des Feuerwehrmannes in die Brüche ging und es Streit gab. Seine Ehefrau ging zur Polizei und zeigte ihn an. Vor Amtsrichter Christoph Dössinger gestand der Mann nun die ihm von der Anklage zur Last gelegten 900 Einzelfälle. Er habe aus Neugier gehandelt, begründete er.

Außerdem habe er „immer auf dem Laufenden“ sein wollen, begründete der Mann. So waren ihm Brandfälle bekannt, noch ehe er offiziell von der Einsatzzentrale der Feuerwehr alarmiert worden war. Den Funkscanner zog das Gericht als „Tatwerkzeug“ ein.

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