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Sportakrobatik

27.05.2019

Gelungener Test für Hochzoller Sportlerinnen

Ein Trio auf Abschiedstour: Gloria Schrell, Sabrina Wilbold und Miyu Nguyen vom SAV Augsburg-Hochzoll nutzten den Acro-Cup zur Vorbereitung auf ihre letzte gemeinsame deutsche Meisterschaft.
Bild: Susanne Baur

Beim Acro-Cup bereiten sich die Augsburger Athletinnen mit internationalem Wettkampf auf die deutsche Meisterschaft vor.

Einatmen - Ausatmen. Ein Kommando der Unterpartnerin und die ganze Formation zieht sich zusammen wie eine Feder und springt nur einen kleinen Augenblick später explosiv auseinander. Miyu Nguyen - die Oberpartnerin - fliegt in einen 5/4-Salto und wird sicher von ihren Mitstreiterinnen Sabrina Wilbold und Gloria Schell aufgefangen. Zeit, sich nach dem Flug kurz zu orientieren, bleibt nicht. Die drei Mädchen befinden sich mitten in ihrer Choreografie auf dem Acro-Cup in Albershausen.

Der Acro-Cup ist ein besonderes Event im Kalender der Augsburger Sportakrobaten: Etwa einen Monat vor der deutschen Meisterschaft haben die Sportler hier die Möglichkeit, neu trainierte Elemente und Choreografien zu testen. Besonders spannend: Die Athleten können auch einmal die Luft der internationalen Sportakrobatik-Welt schnuppern. Denn aus zehn Ländern sind die Wettkampfteilnehmer angereist - sogar aus Israel ist eine Delegation vertreten.

Insgesamt sind drei Tage für die Meisterschaft angesetzt: Freitag und Samstag zeigt jede Formation eine Balance- und eine Tempo-Übung. Wer unter die besten sechs Damenpaare oder die besten zwölf Damentrios kommt, darf am letzten Tag noch einmal auf die Matte, um eine finale Combi-Übung zu zeigen.

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Für das Augsburger Trio war noch eine emotionale Komponente dabei

Auch Miyuki Nguyen und Antonella Baur betreten unter den wachsamen Augen der Trainerinnen Nicole Wilbold, Sandra Maresch und Sara Fischer die Wettkampfmatte. Sie starten mit ihrer Balance-Übung. Zu sanften und später dann dramatischen Klängen von Adele zeigen die beiden ihre Kür mit viel Eleganz. Allerdings stecken dahinter jahrelange Übung und viele, viele Trainingseinheiten.

Die Dynamic-Übung meisterten die zwei mit Bravour. Allerdings schlich sich ein Landungsfehler beim Vorwärtssalto ein, der postwendend negativ bewertet wurde. Trotzdem waren alle stolz auf die sauber geturnten Elemente. Für das Augsburger Trio (Gloria, Sabrina, Miyu) war noch eine emotionale Komponente dabei: Gloria Schell wird nach dieser Wettkampfsaison aufhören, weshalb die gemeinsamen Tage gezählt sind. Doch im Wettkampf ließ sich das Trio nichts anmerken.

Die Balance-Übung war der perfekte Abschluss für die Augsburger

Besonders erfolgreich war einmal mehr das Damenpaar Lily Maresch und Jana Semetchenko. Nachdem die beiden nun schon einige wichtige Schritte hin zur Weltmeisterschaft gegangen sind, war der Acro-Cup eine gute Möglichkeit, sich wieder mit internationalen sowie deutschen Spitzensportlern zu messen. Im finalen Mehrkampf erreichten die beiden dann auch einen sensationellen zweiten Platz. Ihre Balance-Übung war der perfekte Abschluss für die Augsburger: eine Übung, die eine Leichtigkeit und eine Entspanntheit transportiert, die vergessen lässt, welch harte Arbeit von vielen Leuten (Sportler, Trainer, Eltern) dahinter steckt. Ein ruhiger Ausklang, begleitet von zarten und behutsamen Klavierklängen.

Auch wenn es die anderen beiden Formationen nicht ins Finale geschafft haben, war der Wettkampf höchst lehrreich: Fehler oder Schwächen wurden gut erkannt. Damit ist klar, wie die kommende Zeit bis zu den deutschen Meisterschaften angefüllt wird: mit Trainieren und dem Feilen an den technisch anspruchsvollen Sportakrobatik-Übungen.

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