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Augsburg

01.10.2013

Gesucht: Das Theater von morgen

Die Sanierung des Theaters ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre.
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Die Sanierung des Theaters ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre.
Bild: AZ

Die Stadt Augsburg will das Gebäude sanieren. Doch vorher diskutieren die Stadträte und die Intendantin, wie das Haus in Zukunft aussehen und was es bieten soll.

Die Sanierung des Theaters ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre – organisatorisch und finanziell. Die Planer fürs Große Haus sind seit Kurzem gefunden, klar ist auch, dass sich die Maßnahme zeitlich nach hinten verschieben wird. Die Hauptspielstätte des Theaters wird demnach frühestens ab Sommer 2016, also nach der Spielzeit 2015/2016, geschlossen.

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Dass dennoch viele Fragen offen sind, zeigte gestern eine eineinhalbstündige Debatte im Kulturausschuss des Stadtrats. Es ging dabei auch um die Frage, wie das Theater nach der Sanierung aussehen soll. Einige (mögliche) Antworten.

Wie sehen die Pläne für die Theatersanierung derzeit aus?

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Großes Haus, Werkstätten und Verwaltungsgebäude müssen saniert bzw. neu gebaut werden. Die Planung sieht vor, mit dem Großen Haus zu beginnen. Möglich ist, dass die Nebengebäude neu angeordnet werden. Die Wege für das Theater sollen möglichst kurz sein, die Arbeitsabläufe optimiert werden.

Welche Rolle spielt die Grundlagenermittlung, die 2009 von einem Hamburger Architekturbüro gemacht wurde?

Sie dient als Basis für die jetzigen Planungen. In einigen Punkten ist die Stadt davon aber abgewichen. So sah die Ermittlung von damals unter anderem vor, die zweite Spielstätte des Theaters neu zu bauen. Stattdessen entschied sich die Stadtregierung zunächst für die Brechtbühne als Provisorium.

Wie soll das Theater nach der Sanierung aussehen?

Beschlossen ist, dass die Stadt am Dreispartenhaus (Schauspiel, Musiktheater, Ballett) festhalten möchte. Intendantin Juliane Votteler betonte im Kulturausschuss zudem, dass sie das Haus noch stärker nach außen öffnen möchte. In der vergangenen Spielzeit hatte sie begonnen, die freie Szene stärker einzubinden. Zudem sollen sich häufiger „sperrigere“ Stücke wie „Intolleranza“ auf dem Spielplan finden. Votteler spricht von einer „Strukturveränderung“, die sich in den vergangenen Jahren angedeutet habe. „Diesen Weg gehe ich weiter“, sagt Votteler.

Woran entzündete sich die Diskussion im Kulturausschuss?

Die Grünen wünschen sich, dass die Stadt sagt, welches Theater sie sich künftig wünscht. Soll das Haus größeren Wert auf Kinder- und Jugendarbeit legen? Soll die freie Szene auch räumlich eingebunden werden? Eine Sanierung müsste an diesen Vorgaben ausgerichtet werden. Juliane Votteler hält dagegen, dass das Theater kein Kulturzentrum ist und in erster Linie auch keinen Bildungsauftrag zu erfüllen habe. „Es geht darum, Kunst zu machen.“ Mehr Klarheit darüber, wohin das Haus inhaltlich will, soll noch in diesem Jahr eine öffentliche Anhörung bringen, in die Politiker, Theaterleute aber auch Bürger eingebunden werden sollen.

Ist die Theatersanierung bereits finanziell abgesichert?

Nein. Fest steht bislang, dass der Freistaat sich mit 45 Prozent an den Kosten beteiligt. Für die ersten Planungen ist Geld im Haushalt vorgesehen. Laut Auskunft von Baufachleuten macht die Gesamtsanierung aber nur Sinn, wenn die Stadtregierung die komplette Finanzierung absichert und nicht nur Jahr für Jahr Tranchen zur Verfügung stellt.

Was wurde zuletzt saniert?

Das Theater hat auf eigene Faust die Kantine und den sanitären Bereich des Balletts in Ordnung gebracht.

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