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Weltbild-Verkauf

08.12.2011

Gewerkschaft fordert mehr Sicherheit für die Mitarbeiter

1900 Mitarbeiter beschäftigt die Verlagsgruppe Weltbild in Augsburg. Noch ist unklar, welche Folgen ein Verkauf des Unternehmens für die Menschen in dem Unternehmen hätte.
Bild: Foto: Fred Schöllhorn

Betriebsrat und Gewerkschaft wollen alles daransetzen, die Interessen der Mitarbeiter zu sichern. Sie fordern einen Zukunftstarifvertrag, an den auch ein neuer Eigner gebunden wäre.

An den Fakten ist nicht zu rütteln: Die Kirche wird sich von ihrer erfolgreich arbeitenden Verlagsgruppe Weltbild trennen. Betriebsrat und Gewerkschaft wollen nun alles daransetzen, die Interessen der Mitarbeiter zu sichern. Daher fordern sie einen Zukunftstarifvertrag, an den auch ein neuer Eigentümer gebunden wäre.

Konkrete Inhalte: Es soll keine betriebsbedingten Kündigungen geben, an den bestehenden Tarifverträgen müsse festgehalten werden – und der Standort Augsburg soll erhalten bleiben.

Bei einer Betriebsversammlung am Montag will der Betriebsrat die rund 1800 Beschäftigten am Standort Augsburg über den aktuellen Stand der Verhandlungen informieren. Die Mitarbeiter kommen in der Schwabenhalle zusammen. Auch Augsburgs Bischof Konrad Zdarsa und Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, wurden als Kirchenvertreter zu der Veranstaltung eingeladen. „Wir wissen aber noch nicht, ob sie kommen“, betont der Betriebsratsvorsitzende Peter Fitz.

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Fitz und sein Team haben in den vergangenen Wochen den Zukunftstarifvertrag auf den Weg gebracht. Eine Tarifkommission wurde bereits gebildet. Sie soll nach Möglichkeit erstmals am 19. Dezember tagen und für mehr Sicherheit in der Belegschaft sorgen. Weltbild beschäftigt deutschlandweit 6400 Mitarbeiter. Die bangen derzeit vor allem um ihre finanzielle Absicherung und fürchten trotz aller Beteuerungen der Unternehmensleitung eine Zerschlagung der Verlagsgruppe.

Mit dem Aufsichtsrat hat es bereits Gespräche gegeben

Weltbild-Firmenchef Carel Halff hatte bei einer ersten Betriebsversammlung Ende November nach anfänglicher Zurückhaltung seine Bereitschaft signalisiert, über einen solchen Tarifvertrag zu verhandeln. Auch mit dem neuen Aufsichtsratschef von Weltbild, Peter Beer, habe es bereits Gespräche gegeben, berichtet Betriebsratschef Fitz. Auch hier habe er eine „generelle Bereitschaft“ gespürt. „Inwieweit wir unsere Forderungen umsetzen können, ist aber noch unklar“, sagt Peter Fitz.

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