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Augsburg

04.10.2019

Gibt es eine neue Heimat für die "Wilde Siedlung"?

Die Zukunft der "Wilden Siedlung" in Augsburg ist ungewiss.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Die Zukunft der "Wilden Siedlung" in Augsburg ist ungewiss. Jetzt gibt es aus der Politik einen Vorschlag für ein neues Grundstück.

Die SPD-Stadtratsfraktion will, dass die Bürger bei der Umwandlung des ehemaligen Ledvance-Areals an der Berliner Allee in einen Gewerbepark beteiligt werden. „Es handelt sich bei diesem Grundstück um eine sehr große Fläche mit sehr viel Entwicklungsmöglichkeiten“, so Fraktionschef Florian Freund. Derzeit legt die Stadt städtebauliche Rahmenbedingungen, etwa die Durchgängigkeit des Areals für Fußgänger in Richtung Lech, fest. Geplant ist auf dem Gelände des ehemaligen Lampenwerks ein Umbau in Richtung eines Gewerbeparks mit Büros und produzierendem Gewerbe.

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Die SPD-Ortsvereine Textilviertel, Herrenbach und Hochzoll fordern, dass ein Mix aus kleinteiligem Gewerbe, Start-Up-Unternehmen, einem Gründerzentrum für Handwerker neben Büros und Dienstleistungsunternehmen entsteht. Damit ließe sich der Arbeitsplatzverlust durch die Schließung von Ledvance zum Teil auffangen.

Stadt könnte Ledvance-Areal kaufen

Die Stadt hatte sich ein Vorkaufsrecht für das Areal von Ledvance gesichert, um Einfluss auf die Entwicklung nehmen zu können. Inzwischen hat ein kommerzieller Immobilienentwickler das Areal gekauft, die Gespräche mit der Stadt laufen weiter.

Gibt es eine neue Heimat für die "Wilde Siedlung"?

Ein einhelliger Wunsch der SPD ist es, dass die „Wilde Siedlung“ aus der Derchinger Straße auf dem Ledvance-Areal eine neue Bleibe findet. Das Areal sei erschlossen und biete genügend Fläche. Die Bauwagensiedlung passe gut zu Kleingärten und den Grünanlagen am Lech. Die "Wilde Siedlung" ist aktuell ein Fall für die Gerichte; es liegt keine Genehmigung vor, eine geplante Räumung ist aktuell vom Tisch. Allein der Bau teurer Wohnungen sei „nicht das alleinige Charaktermerkmal für mehr qualitätvolle Entwicklung“, so Gabriele Thoma (Textilviertel) mit Blick auf das AKS-Gelände.

Die sogenannte „Wilde Siedlung“ befindet sich bislang im Augsburger Stadtteil Lechhausen. Dort leben neun Augsburger in Hütten und Bauwagen. Weil es dafür keine Genehmigung gibt, wurden die Siedler aufgefordert, das Areal zu verlassen und die Hütten zu beseitigen. Die Bewohner haben sich dagegen juristisch gewehrt, sodass nun ein Gericht entscheiden muss. Bislang war die Suche nach einer neuen Fläche für die Gruppe nicht erfolgreich. (skro)

Lesen Sie auch unsere Multimedia-Geschichte: Die "Wilde Siedlung" in Lechhausen wird nicht geräumt

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Die Diskussion ist geschlossen.

04.10.2019

>> Die Bauwagensiedlung passe gut zu Kleingärten und den Grünanlagen am Lech. <<

Und wie will die SPD anderen Menschen eine solche Siedlung verbieten, wenn solche prekären Wohnungen außerhalb unserer grünen Energiestandards doch so gut zu Kleingärten und Grünanlagen passen?

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