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30.07.2010

Grab: "Freuen wir uns, dass der Container kommt"

Das Schauspiel zieht aus der Komödie in einen Theatercontainer. Foto: Archiv
Bild: Archiv

Eines sagt Kulturreferent Peter Grab deutlich: Er werde sich nicht mehr an Spekulationen beteiligen, wann die neue Interimsspielstätte des Theaters eingeweiht wird. Sicher ist, dass der anvisierte Termin im Januar 2011 nicht mehr zu halten sein wird.

Wichtiger als der Termin ist Grab eine andere Botschaft: "Freuen wir uns, dass der Container kommt." Gestern Abend, kurz vor 21 Uhr, ebnete der Stadtrat den Weg für die Finanzierung des 4,2 Millionen Euro teuren Projekts. Es sei, wie Grab gegenüber unserer Zeitung betont, "ein Kraftakt" gewesen. Eine Krisensitzung jagte in den zurückliegenden Tagen die nächste. Mehrfach drohte das Finanzierungsmodell zu scheitern. Beteiligt waren Spitzen vom Finanz- und Kulturreferat sowie vom Theater. Die Regierung von Schwaben spielte eine entscheidende Rolle, da sie die Finanzierung genehmigen muss.

4,2 Millionen Euro kostet der Container. Das Theater, ein städtischer Eigenbetrieb, nimmt dafür einen Kredit auf. Staatliche Fördergelder, Einsparungen bei anderen Einrichtungen des Theaters (Wegfall der Miete für die Komödie und Wegfall der Probebühne), städtisches Geld sowie Einnahmen aus einer Welcome-Karte sollen den Gesamtbetrag von 4,2 Millionen Euro erbringen. Die Überlegung von Kämmerer Hermann Weber, einen Mäzen mit ins Boot zu holen, wurde fallen gelassen.

Das Finanzierungskonzept ist auf 14 Jahre ausgelegt. Grund: Der Container muss mindestens zehn Jahre bespielt werden, damit es eine staatliche Bezuschussung gibt.

Grab: "Freuen wir uns, dass der Container kommt"

Auf die Einweihung des Containers werden die Kulturfreunde etwas länger warten müssen. Auch OB Kurt Gribl lässt sich nicht festlegen, wann es losgeht: "Natürlich gibt es bis zur Einweihung weiterhin Theater." Die Theaterleitung weicht nach dem Abschied aus der Komödie auf andere Spielstätten aus. So werden nach der Sommerpause Stücke im Textil- und Industriemuseum (tim) sowie auf dem Dierig-Areal aufgeführt.

Dass es mit der Eröffnung des Containers wahrscheinlich nicht mal im ersten Quartal 2011 klappt, liegt an mehreren Faktoren. So hat sich bereits jetzt das Ausschreibungsverfahren verzögert, weil eine zweistufige Ausschreibung von der Regierung von Schwaben gefordert wurde. Des Weiteren kann der Stadtrat erst in seiner Sitzung am 30. September einen Projektbeschluss fassen, der Voraussetzung für die Errichtung des Containers ist.

Stadt entledigt sich der Komödie

Hinter verschlossenen Türen beschloss der Stadtrat am Abend noch den Ausstieg der Stadt aus der Komödie. Referent Grab hatte ein Konzept vorgelegt, das mit dem Hauseigentümer vereinbart wurde.

Demzufolge zahlt die Stadt dem Vernehmen nach 150 000 Euro in bar. Darüber hinaus gibt es noch ein Grundstücksgeschäft, das die Stadt zusätzliche 130 000 Euro kostet. In der Summe sind die 280 000 Euro aber deutlich geringer als die Zahlen, die zuletzt kursierten. Teils war von mehr als einer halben Million Euro die Rede. Das Mietverhältnis endet kurzfristig. Auch muss die Stadt keine Rückbauten in Eigenregie machen. "Kommentar

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