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Augsburg

29.03.2015

Großbaustelle B17: Kommt heute der Stau, den alle fürchten?

Mitunter zäh lief der Verkehr am Samstag auf der B17.
Bild: Ruth Plössel

Wegen der Baustelle auf der B17 ging es am Wochenende teilweise zäh voran, doch es lief. Im Berufsverkehr werden aber große Probleme an der Autobahnausfahrt Augsburg-West erwartet.

Augsburg wartet bange auf den Stau – aber er kommt nicht. Vielleicht muss es aber heißen: noch nicht. Das erste Wochenende mit der Großbaustelle an der B17 verlief weitgehend störungsfrei. Allerdings kam es zu Stoßzeiten immer wieder zu zähem Verkehr. Geduld mussten die Autofahrer vor allem an Ein- und Ausfahrten aufbringen, da hier die Fahrspuren der Bundesstraße teils auf eine Spur reduziert sind.

Aus Sicht der Polizei gab es am Wochenende keine nennenswerten Behinderungen. Das mag der eine oder andere Autofahrer sicher anders gesehen haben, der mitunter nicht so recht vorwärts kam. Betroffen sind hier die Abschnitte Holzweg, Kobelweg und Bürgermeister-Ackermann-Straße. Auf den Brücken und an den Einfallstraßen abseits der Bundesstraße 17 ging es eher zäh voran.

Der große Verkehrsstau, den keiner in Augsburg braucht, könnte allerdings am heutigen Montag kommen, da jetzt erstmals der Berufsverkehr voll von den Bauarbeiten betroffen ist. Diese Einschätzung kommt von der Autobahndirektion Südbayern, die sich um die Verkehrssituation der Autobahnausfahrt Augsburg-West sorgt, wo die Anbindung an die B17 erfolgt. „Wegen Sanierungsarbeiten der Stadt Augsburg auf der B17 im Stadtgebiet sind erhebliche Rückstauungen zu erwarten“, heißt es. Ab Montagmorgen sei wegen des dann größeren werktäglichen Verkehrsaufkommens mit Rückstauungen bis auf die Autobahn A8 zu rechnen. Josef Seebacher, Pressesprecher der Autobahndirektion, kündigt jedenfalls gleich mal an: „Falls es tatsächlich zu den errechneten Rückstauungen bis auf die Autobahn kommt, muss die Autobahndirektion die Anschlussstelle Augsburg-West aus Sicherheitsgründen für den Verkehr in Fahrtrichtung Süden, also Richtung Landsberg, sperren.“ Autofahrer müssten daher auf die Beschilderung achten. Alternativrouten führen über die Nachbaranschlussstellen Neusäß und Augsburg-Ost.

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Oberbürgermeister Gribl wirbt um Gelassenheit

Bei der Stadt Augsburg geht man davon aus, dass die Informationspolitik umfangreich genug ist, um die Autofahrer nicht in die Staufalle zu schicken. Verwiesen wird zum einen auf die 85 neuen Verkehrschilder, die die Autofahrer demnächst in die Innenstadt weisen. Auf die Beeinträchtigungen, die von der Baustelle ausgehen, sei frühzeitig hingewiesen worden, sagt der städtische Pressesprecher Ulrich Müllegger. Oberbürgermeister Kurt Gribl wirbt für Gelassenheit bei Autofahrern und Anwohnern, die in den nächsten Wochen vom Lärm der Bauarbeiten betroffen sein werden: „Am Ende wiegt die neue Verkehrssicherheit der B17 die temporären Beeinträchtigungen in jedem Fall auf.“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so gelassen, wie es sich Gribl vorstellt. Peter Lintner, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, sagt: „Derzeit nutzen täglich durchschnittlich 70000 Fahrzeuge die B17. In der Bauzeit werden voraussichtlich nur noch rund 25000 bis 30000 Fahrzeuge die Bundesstraße passieren können. Dies wird aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer erheblichen Staugefahr auf den Ausweichstrecken führen.“ Als Ausweichmöglichkeiten bietet sich die Fahrt von der Ausfahrt Augsburg-Ost über die Schleifenstraße, Haunstetter Straße und Messe zur B17 an. Der heutige Montag könnte Aufschluss geben, ob es funktioniert.

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