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Augsburg

13.07.2020

Heiraten im Standesamt in Augsburg fällt bis Jahresende flach

Seit Sommer 2018 ist das Standesamt in der Maximilianstraße zur Großbaustelle geworden. Die Fertigstellung verzögert sich jetzt nochmals.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Die Fertigstellung des Gebäudes verzögert sich ein weiteres Mal um mehrere Monate. Wo für Hochzeitspaare die Alternativen liegen.

Heiraten in Corona-Zeiten ist mit Einschränkungen verbunden. Wenn sich Paare vor dem Standesbeamten das Ja-Wort geben, ist die Zahl der Gäste begrenzt. Diese Regelung gilt nicht nur in Augsburg. In Bayerns drittgrößter Stadt gibt es eine weitere Einschränkung. Das Standesamt steht nach wie vor nicht für Trauungen zur Verfügung.

Ausweichorte sind das Hotel Drei Mohren und das Rathaus. Die Sanierungsarbeiten im Standesamt in der Maximilianstraße ziehen sich zeitlich viel länger hin als anfangs geplant. Und die Kosten steigen dabei auch. Am Ende dürften es fast vier Millionen Euro sein, die aufzubringen sind.

Für Augsburger Brautpaare ist dies die wichtigste Botschaft

Die für Brautpaare wichtigste Botschaft ist eine andere: Hochzeiten im Standesamt werden bis Jahresende nicht möglich sein. Dies bestätigt Baureferent Gerd Merkle ( CSU) auf Anfrage unserer Redaktion: „Nach jetzigem Stand werden Eheschließungen in den Trausälen des Standesamtes voraussichtlich ab Anfang 2021 wieder stattfinden.“ Als die Arbeiten im Standesamt im Sommer 2018 begannen, ging die Stadt noch von einem anderen zeitlichen Fahrplan aus. Vorgesehen war damals, dass es eine Rückkehr zum Ende des Jahres 2019 geben könnte. Somit verzögert sich die Fertigstellung um rund ein Jahr.

Heiraten im Standesamt in Augsburg fällt bis Jahresende flach

Dafür gebe es Gründe, erläutert Baureferent Merkle. Bei Voruntersuchungen waren Asbestfasern im Anstrich an Decke und Wand aufgefallen. Die Schadstoffe mussten daher beseitigt werden. Bei den Kosten hatte die Stadt zunächst mit 2,4 Millionen Euro kalkuliert. Die unumgängliche Schadstoffbeseitigung, die mit 635.000 Euro zu Buche schlug, verteuerte das Projekt auf etwas mehr als drei Millionen Euro. Mittlerweile wird mit einem Betrag von 3,9 Millionen Euro gerechnet. Merkle sagt dazu: „Es gab zusätzliche Verbesserungen und Modernisierungen an der Gebäudetechnik.“

In Augsburg gibt es wegen Corona weniger Hochzeiten

Der Umbau des Standesamts war ein Thema, das die Rathauspolitiker über viele Jahre beschäftigte. Der Hintergrund: Es gab keinen barrierefreien Zugang ins Gebäude. Dies wird sich nun durch den Einbau eines Aufzugs ändern. Die Mitarbeiter des Standesamtes haben während der Bauphase ihren Arbeitsplatz an einem anderen Ort. Sie sitzen in der Fuggerstraße 3. Im Hotel in der Maximilianstraße finden derzeit die meisten Trauungen statt. Die zweite Örtlichkeit ist das Fürstenzimmer im Rathaus.

Wie berichtet, ist wegen der Corona-Pandemie die Zahl der Hochzeiten in Augsburg in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. Viele Brautleute verlegten frühzeitig den Termin. Im Jahr sind es durchschnittlich 1250 Trauungen in Augsburg. Bis September sind momentan alle Freitage und Samstage belegt. Unter der Woche sei allerdings für kurzfristig Entschlossene noch ein Termin möglich, sagt Standesamtschef Karl Krömer.

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