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14.12.2008

In Brecht-Realschule gibt's nun Mittagessen

Die Bertolt-Brecht-Realschule in der Völkstraße ist fit für die Nachmittagsbetreuung. Die dazu nötigen Umbauten in Höhe von 500 000 Euro wurden jetzt mit der Einweihung einer Mensa abgeschlossen.

Seit Schuljahresbeginn fungiert die Schule als offene Ganztagsschule, das heißt, es gibt am Nachmittag bis auf wenige Ausnahmen im Bereich Fremdsprachen keinen Pflichtunterricht, aber eine Reihe von freiwilligen Angeboten. Dazu gehören Theater-, Musik-, Schach- und Kunstkurse. Hinzu kommen laut Rektor Jürgen Fritzsch Ergänzungs- und Zusatzangebote für Englisch und Französisch sowie Türkisch und Russisch für Muttersprachler. Schüler stellten bei der Mensa-Einweihung einige der Nachmittagsangebote in Form eines Schwarzen Theaters dar. Hinzugefügt wurde ein bekanntes Brechtzitat aus der Dreigroschenoper: "Zuerst müsst ihr uns was zu Fressen geben / dann könnt ihr reden: damit fängt es an."

Allerdings wurde dann doch zuerst geredet. OB Gribl, der am Eingang von Schülern in mehreren Fremdsprachen begrüßt worden war, dankte dafür spontan auf Englisch. Unter geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sei die Nachmittagsbetreuung eine wichtige Ergänzung zur Schule, sagte das Stadtoberhaupt. Zu der Feierstunde spielte die Schulband. Nach der offiziellen Eröffnung der Mensa konnte dann ihr Menüangebot probiert werden.

Speisen im ehemaligen Radkeller

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Die 150 Quadratmeter große Mensa wurde in einem ehemaligen Fahrradkeller eingerichtet. Laut Schulreferent Hermann Köhler war er entbehrlich, weil fast alle Schüler mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu der Schule in der Nähe des Kö fahren. Neu geschaffen wurde eine 50 Quadratmeter große Außenterrasse. Wegen der beengten Verhältnisse der Schule war ein größerer Anbau allerdings nicht möglich. Zum Umbau gehören auch die Sanierung eines Silentium- und eines weiteren Gruppenraums. Fast alle städtischen Schulen haben inzwischen laut Köhler geschlossene oder offene Ganztagsangebote, die von den Eltern auch rege nachgefragt würden.

An den Kosten des Umbaus beteiligte sich der Bund mit 155 000 und der Freistaat mit 88 000 Euro. Die Nachmittagsbetreuung der Schüler hat die Augsburger Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (GFI) übernommen.

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