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02.07.2010

Inspiration für mehr Innovation

Die Redner beim Late-Night-Seminar der N(Macht) der Ideen (von links): Geschäftsführer von 5-Sterne-Redner, Heinrich Kürzeder, Steffen Schlecht, Direktor Consulting Services Microsoft, Motivationscoach und ehemals jüngster Basketball-Nationalteam-Trainer Christian Bischoff, Innovationsexperte Rüdiger Kohl und Rüdiger Hoebel, Leitung Anzeigenmarketing der Augsburger Allgemeinen. Foto: Ernst
Bild: Ernst

"Suchen Sie nach dem Problem, nicht nach der Lösung." Mit diesem provokanten Satz eröffnete Innovationsexperte Rüdiger Kohl bei der Veranstaltung "N(M)acht der Ideen" den Vortragsabend im Medienzentrum der Augsburger Allgemeinen.

Unter dem Credo: "Innovationen - der Weg aus dem Tal des Jammerns" beschrieb er das Kernproblem, an dem die deutsche Wirtschaft krankt: "Normalerweise schauen Firmen danach, was andere Unternehmen ihres Marktsegmentes tun. War dieses Konzept früher Erfolg versprechend, so reicht das heute bei Weitem nicht mehr aus."

Der Autor des Buches "Die Sektkelchstrategie" erklärte, warum: "Es gibt, für den Kunden zu wenig, worin sich die Wettbewerber heute noch unterscheiden. So entscheidet der Preis oder Erfahrungswerte mit dem jeweiligen Unternehmen." Bietet hingegen eine Firma ein völlig anderes Konzept, wird sie zum roten Punkt in der grauen Masse der Konkurrenz. Er mahnte: "Wenn Sie nach Problemen suchen, finden Sie neue Geschäftsideen, die auch einen Absatzmarkt haben, da bisher noch niemand die Lösung des Problems gefunden hat."

Steffen Schlecht, Direktor von Consulting Services bei Microsoft, hatte hierzu ein passendes Beispiel aus dem eigenen Bereich: Stromanbieter haben alle dieselben Leistungen. Hier entscheidet der Preis.

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Deshalb hat RWE mit Microsoft eine Kooperation geschlossen. Ziel: Beide Branchen arbeiten mit ihrer Kernkompetenz an einen neuem Produkt: dem vernetzten Haus, das einem selbstständig die Temperatur regelt oder im Urlaub via Webcam ermöglicht, zu prüfen, ob das Bügeleisen auch aus ist. Der Experte führte weiter aus: "Die Grundlagen sind Veränderungsbereitschaft und ein klares Innovationsziel." Dabei sei es hilfreich, viele unterschiedliche Mitarbeiter in das Team zu holen, was die Kreativität steigere.

Christian Bischoff hatte danach eine klare Ansage: "Hör auf zu jammern, fang endlich an zu handeln." Der ehemals jüngste Bundesliga-Basketballtrainer veranschaulichte den Teilnehmern auf mitreißende Weise, dass nur der eigene Wille für den persönlichen und beruflichen Erfolg verantwortlich ist, nicht das Umfeld oder die Umstände.

"Häufig hemmt uns die Angst, Neues auszuprobieren und aus der Gewohnheit herauszukommen. Man kann sie nur überwinden, indem man Angst in Mut verwandelt."

Wem das gelingt, der komme an sein wahres Potenzial. Das Wichtigste dabei: "Wer ein Ziel hat, der findet einen Weg dorthin und hat Inspiration für Innovation."

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