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Augsburg

20.04.2019

Jetzt werden die Augsburger zu Schauspielern

„Neulich in Hochzoll“ heißt ein neues Projekt, das mit interessierten Bürgern entstehen soll. Das Stück, das erst noch entwickelt wird, soll Ende Oktober aufgeführt werden und Identität stiften.

Es handelt sich um ein neues Format. „Was wir hier machen“, sagt Theaterpädagogin Imme Heiligendorff, „das hat es so noch nie gegeben.“ Unter dem Titel „Neulich in Hochzoll“ will das Staatstheater Augsburg mit den Bürgern im Stadtteil etwas gemeinsam erschaffen. Finanziell unterstützt wird dieses Projekt vom Kulturreferat. Bei den Hochzoller Kulturtagen im vergangenen Jahr wurde die Idee dazu geboren, in diesem Jahr am 27. Oktober soll es bei den Hochzoller Kulturtagen das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

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Laut Imme Heiligendorff handelt es sich bei diesem experimentellen Vorhaben um eine klassische Stückentwicklung, an der sich Menschen aus dem Stadtteil beteiligen können, die vielleicht schon immer einmal Bühnenluft schnuppern wollten. „Neugier und Lust“ sind ihrer Meinung nach die wesentlichen Bestandteile, die für das Wagnis, selbst aufzutreten, mitzubringen sind. Es gibt keinerlei Vorgaben, deshalb sagt die Theaterpädagogin, vielleicht wird das Ergebnis „visionär“, vielleicht auch „augenzwinkernd“. Nichts muss, alles darf oder kann.

Das Ensemble sollte breit aufgestellt sein

Gebildet wird erst einmal ein kleines Ensemble. „Je breiter es aufgestellt ist“, sagt Imme Heiligendorff, „desto besser.“ Damit meint sie unter anderem die Altersstruktur der Gruppe, die sich erst einmal aus Freiwilligen zusammenfinden muss. Wichtig sei dabei, dass es allen Beteiligten Freude machen soll. Und auch, wenn das entstehende Stück das Hochzoller Wesen und Wesentliche erfassen soll, so entstehe ein Theater, keine Dokumentation.

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Als Spielleiterin will Imme Heiligendorff erst einmal eine Vertrauensbasis unter den Ensemblemitgliedern schaffen. Deshalb finden die ersten Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Um einen entspannten Rahmen zu schaffen, rät die Spielleiterin zu „bequemer Kleidung“ bis hin zu den Schuhen. Im Juni, meint Imme Heiligendorff, ist es dann an der Zeit, die Anlagen des Stücks zu erarbeiten. Bis dahin haben die Leute ein Gefühl dafür entwickelt, ob das Projekt etwas für sie ist oder nicht. Denn es finde eine künstlerische Transformation statt.

Erste Proben nach den Sommerferien

Die Proben sollen ab den Sommerferien immer dienstags stattfinden. Da es sich weder um ein Kinder- noch um ein Jugendprojekt handelt, haben die Partner das Einstiegsalter auf 18 Jahre festgelegt. Wie die Theaterpädagogin in Aussicht stellt, werden die Mitwirkenden sicher auch einmal miteinander in den Kostümfundus des Augsburger Staatstheaters gehen und sich außerdem um Requisiten kümmern. „Ich bin sehr gespannt“, sagt Imme Heiligendorff schon jetzt.

„Wir vermitteln Theater“, sagt die Pädagogin über ihre Aufgabe, die sie jetzt in den Stadtteil Hochzoll hinausträgt. Wer sich mit dieser Idee anfreunden kann und mitmachen möchte, kann sich bei Gregor Lang unter der Mobilnummer 0170/4747291 oder unter der E-Mail-Adresse info@buergertreff-hochzoll.de im Holzerbau melden.

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