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Augsburg-Göggingen

29.03.2015

Kleine Läden dringend gesucht

Ein großer Wunsch der Bewohner des Neubaugebietes südlich der Friedrich-Ebert-Straße geht in Erfüllung. Die Bäckerei Ihle zieht in ein Geschäftshaus an der Philipp-Scheidemann-Straße. 
Bild: Peter Fastl

 Das Neubaugebiet südlich der Friedrich-Ebert-Straße entwickelt sich immer weiter. Doch die Anwohner haben noch viele Wünsche

von Fridtjof Atterdal

Das Neubaugebiet südlich der Friedrich-Ebert-Straße entwickelt sich. Die meisten Flächen sind mittlerweile bebaut und auch der Wunsch der Anwohner nach einer besseren Nahversorgung und einer besseren Verkehrsanbindung erfüllt sich zumindest teilweise.

„Die Nachfrage ist nach wie vor groß“, sagt Harald Peschel, Geschäftsführer des Bauträgers Plusbau. Gerade hat sein Unternehmen das letzte von vier Baufeldern geschlossen, auf denen es tätig ist, nur noch sieben Wohnungen und ein Gewerbeobjekt seien zu haben. Das Baugebiet habe sich gut entwickelt, der Mix aus Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern käme sehr gut an. Peschel errichtet auch das Gewerbehaus an der Philipp-Scheidemann-Straße, in dem bald die Bäckerei Ihle eine große Filiale eröffnet wird. Neben einer Sonnenterrasse wird es im Inneren 50 Sitzplätze geben. Ihle möchte mit dem Konzept verschiedene Zielgruppen erreichen. „Der Bäcker verlängert sein Angebot über den ganzen Tag“, erklärt Ihle-Verkaufs- und Marketingleiter Michael Schaeffer. Neben dem klassischen Angebot und Frühstück solle es auch einen Mittagstisch und Abendessen mit Pizza, Pasta und Burgern geben. Am 5. Mai soll die Filiale eröffnen.

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Doch nach wie vor besteht Bedarf an Angeboten des täglichen Lebens, weiß Gregor Spielberger, der stellvertretende Leiter des Stadtplanungsamtes. Während große Discounter aufgrund des Bebauungsplanes ausgeschlossen seien, könnten sich entlang der Bürgermeister-Miehle-Straße kleine Läden wie Metzger oder Friseure ansiedeln. Bis zu den Einkaufsmöglichkeiten an der Bürgermeister-Aurnhammer-Straße oder der Bergiusstraße sind es rund 800 Meter.

Rund 2200 Menschen wohnen jetzt südlich der Friedrich-Ebert-Straße, wenn alles fertig ist, sollen es 4000 sein. Die Bewohner mögen ihr Viertel, doch je nach Lebenssituation gibt es unterschiedliche Wünsche.

Klara Reß beispielsweise ist Studentin. Sie bewohnt mit Kommilitonen eine Wohngemeinschaft im Viertel. Die Lage ist für die 21-Jährige optimal, mit dem Fahrrad ist sie gleich an der Uni. Aber sie möchte nicht jedes Mal zum Einkaufen das Auto nehmen müssen. „Ein kleiner Lebensmittelladen wäre toll“, findet sie. Und als Wohngemeinschaft haben die jungen Leute noch ein weiteres Problem – es gibt viel zu wenig Parkplätze.

Gerade während FCA-Spielen wären die wenigen Parkmöglichkeiten sofort weg, die Anwohner hätten dann das Nachsehen. Auch die Verkehrsanbindung, vor allem nachts, könnte aus sich der jungen Leute verbessert werden. „Wenn wir nachts aus der Stadt zurückkommen, müssen wir jedes Mal ein Taxi nehmen, das geht ganz schön ins Geld“, findet sie.

Für Mandy Leopold und ihre Tochter Lea wäre eine Kindertagesstätte, die länger als bis 17 Uhr offen hat, ein großer Wunsch. Derzeit bringt sie die Zweijährige jeden Tag nach Hochzoll, weil es dort Betreuung bis 18 Uhr gibt. „Ein passendes Betreuungsangebot würde natürlich viel Zeit sparen“, findet sie.

An der Verkehrsanbindung arbeitet die Stadt. „Die Stadtteilzent-ren müssen verkehrlich gut erreichbar sein, sonst nützt das attraktivste Angebot nichts“, sagt Wirtschaftsreferentin Eva Weber. In die Innenstadt kommen die Menschen über die Buslinie 41 und über das Straßenbahnnetz der Linie 1 in Göggingen und der Linie 3 im Hochfeld. Doch das Stadtteilzentrum von Göggingen ist immer noch schwer zu erreichen. Das will die Stadt mit einem Anrufsammeltaxi ändern. Die Idee dazu stammt von der Unternehmergemeinschaft „Wir in Göggingen“. Seit Jahresbeginn fährt das Taxi als Linie 70 die Haltestellen „Gustav-Stresemann-Straße“, „Olof-Palme-Straße“ und „Welfenstraße“ bis „Göggingen Rathaus“ an und verkehrt von Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr im 30-Minuten-Takt. Nun wird auch die Haltestelle „Mühlstraße“ angefahren. Zudem verkehrt das Taxi jetzt auch an Samstagen.

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