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Bergheimer Baggersee

16.06.2017

Kommentar: Die Sicherheit am See geht vor

Wie ein Unterwasser-Wald: Aus der Luft ist deutlich zu sehen, wieviele Pflanzen im Bergheimer Baggersee wachsen.
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Wie ein Unterwasser-Wald: Aus der Luft ist deutlich zu sehen, wieviele Pflanzen im Bergheimer Baggersee wachsen.
Bild: Ulrich Wagner

Eine Schwimmerin im Bergheimer Baggersee hat sich in den Wasserpflanzen verheddert. Es war nicht der erste Vorfall. Die gefährliche Situation an dem See kann so nicht bleiben.

In jedem natürlichen See wachsen Wasserpflanzen. Das ist gut für Tierwelt und Wasserqualität und an sich kein Problem. Wer es ekelig findet, soll ins Freibad gehen. Der Bergheimer Baggersee allerdings scheint ein besonderer Fall zu sein. Er ist relativ flach und voller hochwachsender Wasserpflanzenfelder.

Normalerweise kann man über die Pflanzen hinwegschwimmen. Aber manche Menschen geraten nun einmal in Panik, wenn sie etwas Undefinierbares unter Wasser spüren. Und in diesem See ist der Bewuchs besonders dicht. Dann kann es gefährlich werden, wie die Vorfälle zeigen. Natürlich badet man an so einem See auf eigene Gefahr. Man sollte sich auch selbst einschätzen können. Trotzdem. Jeder Badeunfall dieser Art ist zu viel. Die Stadt sollte ihre Verfahrensweise mit dem Ausmähen des Sees überdenken.

Einmal zu Beginn der Badesaison Anfang Juli reicht offenkundig nicht, wenn schon wenige Wochen nach der Mahd sich ein Badegast verfängt und gerettet werden muss, wie laut Wasserwacht 2013 geschehen. Die zuständige Behörde sollte sich anhören, was die Wasserwacht zu sagen hat und eine Lösung präsentieren. Ökologie schön, gut und wichtig - aber die Sicherheit der Menschen geht vor. Eine andere Konsequenz wäre, den See für Schwimmer zu sperren, wenn es denn so gefährlich ist. Und das will doch auch niemand.

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