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Polizistenmord-Prozess

27.02.2015

Kommentar: Die volle Härte des Gesetzes

Raimund M. muss sich trotz Parkinson vor Gericht am Mord von Polizist Mathias Vieth verantworten.
Bild: Ulrich Wagner

Der Angeklagte Raimund M. im Polizistenmord an Mathias Vieth hatte versucht sich aufgrund seiner Krankheit dem Prozess zu entziehen. Es ist gut, dass ihm dies nicht gelungen ist.

Einer Verurteilung des mutmaßlichen Polizistenmörders Raimund M. steht jetzt nichts mehr im Wege. Es gibt keine vernünftigen Zweifel mehr, dass M. zusammen mit seinem Bruder den Augsburger Polizisten Mathias Vieth heimtückisch ermordet hat. Die beiden Prozesse haben eine tragfähige Indizienkette zutage gefördert. Es ist mit logischen Mitteln auszuschließen, dass es andere Täter waren. Und der Bundesgerichtshof hat das Geschehen vom 28. Oktober 2011 so bestätigt, wie es die Ermittler und das Gericht rekonstruiert haben.

Raimund M.: Parkinson rettet ihn nicht vor Gerichtsverfahren

Wenn es also die Brüder waren, dann muss sie die volle Härte des Gesetzes treffen. Der Mord an Mathias Vieth und der versuchte Mord an dessen Kollegin waren abscheuliche Verbrechen. Es ist gut, dass es Raimund M. nicht gelungen ist, sich wegen seines Gesundheitszustandes aus dem Prozess zu schleichen. Ja, M. hat Parkinson. Im Verfahren ist ein kranker Mann zu beobachten. Aber er ist nicht so krank, dass er sich nicht einem Verfahren stellen könnte.

Gott sei Dank hat das Schwurgericht den Prozess nach einigen Schwierigkeiten rechtzeitig in den Griff bekommen. Was wäre es für ein Schlag ins Gesicht der Opfer und der Angehörigen gewesen, wenn dieses Verfahren nicht mit einem Urteil geendet hätte.

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