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Nahverkehr ist noch nicht günstig genug

Kommentar Von Andreas Alt
10.08.2019

Eine Befragung zeigt, dass ein wichtiger Teil der Fahrgäste mit der neuen Kurzstreckenregelung nicht erreicht wird.

Die Ausweitung der Kurzstrecke in einigen Randbereichen der Stadt ist nur eine von mehreren Regelungen, mit denen der AVV seit 1. August Härten, die durch die Tarifreform 2018 entstanden sind, abpuffern will. Kommt diese Neuerung den Wünschen der Bürger entgegen? Unsere Befragung von Fahrgästen zeigt zunächst, dass damit wohl nicht sehr viele erreicht werden, denn der Großteil von ihnen fährt per Abo- oder auch Dauerkarte.

Man sieht aber durchaus, warum: Die neue Kurzstrecke hilft nirgendwo, besser in die Innenstadt zu kommen. Nur wenige Fahrgäste haben etwas davon, innerhalb ihres eigenen Stadtteils mehr Haltestellen erreichen zu können. Viele von ihnen dürften immer noch dem alten Tarifsystem hinterhertrauern, in dem es zwei Tarifzonen gab und man innerhalb der inneren Zone einen Gutteil des Stadtgebiets erreichen konnte.

Abgesehen davon zeigt sich aber ein Wunsch nach einer günstigen Jahreskarte (etwa für 365 Euro). Der Vorteil läge in der Bequemlichkeit. Man müsste nicht lange darüber nachdenken, wohin man will und mit welchem Ticket man am besten dorthin käme. Wäre das Jahresticket einmal gelöst, bräuchte man nur noch einzusteigen. Diese Lösung weist wohl für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr in die richtige Richtung.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Neue Kurzstreckenzone kommt nicht überall an

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