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Augsburg

24.10.2017

Kommentar: Teilerfolg nach Warnstreik am Klinikum

Es wird am Klinikum interne Umschichtungen geben, um Brennpunktstationen personell zu entlasten.
Bild: Peter Fastl

Am Klinikum wird es interne Umschichtungen geben. Es steht zur Debatte, die Zahl der Betten moderat zu reduzieren. Wie sich dies am Ende auswirkt, muss aber genau beobachtet werden.

Es ist ein Teilerfolg, den die Gewerkschaft Verdi für sich, für das Pflegepersonal und hoffentlich für Patienten verbuchen kann. Es wird am Klinikum interne Umschichtungen geben, um Brennpunktstationen personell zu entlasten. Umstrukturierungen hat es am Klinikum in den vergangenen Jahren viele gegeben, aber nun steht konkret zur Debatte, die Zahl der Betten moderat zu reduzieren.

Wie sich dies am Ende auswirkt, muss aber genau beobachtet werden. Wenn es weniger Betten gibt, muss sich auch die Zahl der Patienten entsprechend verringern – alles andere würde kürzere Liegezeiten bedeuten, die aus Patientensicht eine Verschlechterung wären. Andersherum muss das Krankenhaus, das die wichtigste Anlaufstelle für klinische Patienten in Augsburg ist, weiterhin in der Lage sein, möglichst viele, die dort Hilfe suchen, auch zu behandeln.

Die naheliegendste Lösung wäre es, mehr Personal einzustellen. Dem mag der Fachkräftemangel entgegenstehen, aber natürlich spielen auch wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle. Es hat ja seinen Grund, dass Klinikum und Verdi gemeinsam Änderungen in der Krankenhausfinanzierung anmahnen. In den kommenden Wochen will man mit Bundestagsabgeordneten das Gespräch suchen. Letztlich waren sie bei den Streiks von Anfang an mit angesprochen.

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