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Augsburg

31.01.2019

Kommt der Wolf nach Augsburg?

Können Wölfe auch im Augsburger Stadtwald auftauchen? Grundsätzlich ist das möglich, sagen Experten.
Bild: Ulrich Weigel (Symbol)

Eine Expertin sagt, es sei wahrscheinlich, dass die Tiere im Stadtwald auftauchen. Wie man sich verhalten sollte, wenn man auf einen Wolf trifft.

Seit 1996 leben in Deutschland wieder Wölfe. Laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) wurden auch in Bayern seit 2006 mehrfach Einzelwölfe gesichtet. Biologin Birgitt Kopp brachte im Umweltausschuss zuletzt die Möglichkeit ins Spiel, dass ein Wolf demnächst im Stadtwald auftauchen könnte - oder schon aufgetaucht ist. Wie sehen Experten allgemein das Thema? Wir haben uns umgehört.

Lesen Sie dazu: Biologin: Wolf im Stadtwald ist nur eine Frage der Zeit

Claus Hensold, Pressesprecher des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, sagt: „In ganz Bayern muss man damit rechnen, dass einzelne durchziehende Wölfe in Erscheinung treten.“ Birgitt Kopp, Diplom-Biologin vom Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen, sagt auf Anfrage, man könne keine pauschale Aussage über eine tatsächliche Wahrscheinlichkeit treffen. Es seien zwar Strukturen vorhanden, entlang derer Jungwölfe auf der Suche nach einem neuen Revier in unsere Gegend wandern können. Aber einen konkrete Risikosituation besteht laut Expertin nicht.

Die Präsenz von Wölfen ist oft schwer nachzuweisen

Zum einen bevorzugt der Wolf Lebensräume mit genügend Nahrung und Rückzugsmöglichkeit. Zum anderen ist die Präsenz eines Wolfes oftmals schwer nachzuweisen. „Gerade der Wolf will nicht mitbekommen werden“, sagt Kopp. Außerdem ist der Wolf schwer zu fassen, denn er kann am Tag schon mal 50 bis 70 Kilometer zurücklegen. Selbst wenn sich ein Wolf für längere Zeit in einem Gebiet aufhält, kann es sein, dass er unentdeckt bleibt. Doch wie sollte man sich verhalten, wenn man tatsächlich einem Tier auf freier Wildbahn begegnet? Der Wolf agiert vorsichtig, wenn er auf einen Menschen trifft: Statt zu flüchten, zieht er sich langsam zurück.

Der Wolf ist von Natur aus vorsichtig

Sollte es aber tatsächlich zu einem Aufeinandertreffen kommen, rät das LfU auf seiner Internetseite dazu, nicht wegzulaufen, sondern sich langsam zurückzuziehen und dem Tier nicht hinterherzurennen. Falls ein Hund dabei ist, soll man ihn unbedingt anleinen und nah bei sich behalten. Wenn der Wolf zu nahe kommt, gilt es, laut oder mit Gesten auf sich aufmerksam zu machen, so das LfU. Zudem sollte man davon absehen, Wölfe zu füttern, um sie nicht an menschliche Anwesenheit zu gewöhnen.

Lesen Sie auch: Nachweis: Wolf war tatsächlich im Landkreis Ostallgäu

Dies würde dazu führen, die menschliche Nähe aktiv aufzusuchen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, auf einen Wolf in einer von Menschen frequentierten Umgebung zu treffen? „Der Wolf ist von Natur aus vorsichtig und weicht dem Menschen aus“, heißt es auf der Seite des LfU. Dazu passt, dass seit dem Wiederaufkommen von Wölfen in Deutschland keinen Angriff auf Menschen gab.

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