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Augsburg

03.01.2021

Kuriose Einsätze 2020: Wenn die Feuerwehr auf Schlangenfang geht

Die Königspython-Schlange Lola wurde am Lech gefunden.
Bild: Hermann Kempf

Plus Ob ein Python am Lech, ein nasses Kätzchen im Schäfflerbach oder ein fliegendes Brathähnchen – in Augsburg erlebten Feuerwehr und Polizei letztes Jahr so einiges.

Nicht immer, wenn Feuerwehr und Polizei in Augsburg zur Tat schreiten müssen, geht es um bierernste Themen. Auch in diesem Jahr ließen sich einige Perlen in den Meldungen der Retter und Ordnungshüter finden, die dann zumeist auch mit einem Augenzwinkern im Pressetext vermeldet werden.

An einem Freitag, 13., ist eine Frau mit der Hand in ihrem Auto stecken geblieben.
Bild: Berufsfeuerwehr Augsburg

Für ein paar Tage schlängelte sich im Herbst der Königspython Lola durch die Zeitungsmeldungen. Die ausgewachsene Würgeschlange war von einer Spaziergängerin am Lech entdeckt und von der Feuerwehr fachgerecht eingefangen worden. Ein auf Reptilien spezialisierter Tierarzt nahm sich der großen Schlange an und päppelte sie auf. Lola wurde auf fünf bis zehn Jahre geschätzt, hatte Hautprobleme und genoss es, warm zu baden, wie man erfahren konnte.

Hand steckt fest: Feuerwehr Augsburg befreit Frau aus ihrem Auto

Ausgerechnet einen Freitag, den 13., hatte sich eine Frau für ein unangenehmes Missgeschick ausgesucht: Sie steckte mit der Hand in ihrer Handbremse fest. Die Feuerwehr berichtete, dass die Frau nach dem Ohrstöpsel ihres Smartphones geangelt hatte, der ihr zwischen die Sitze gefallen war. Dabei verkeilte sie ihre Hand derart in der Ritze der Handbremse, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Die Retter waren schnell zur Stelle und brachten Flüssigseife zum Einsatz. Als sie dann den engen Schacht auseinanderbogen, lief die Rettung wie geschmiert – die unglückselige Autofahrerin konnte ihre Hand wieder herausziehen.

Rettung eines schwarzen Kätzchens aus dem Schäfflerbach
Bild: Berufsfeuerwehr Augsburg

Herzzerreißend auch die Rettung eines kleinen schwarzen Katers. Das Tierchen war in den Schäfflerbach geraten und saß als Häufchen Elend auf einem Alublech mitten im Wasser. Die Feuerwehr bemannte ein Schlauchboot mit Rettungstauchern und eilte zur Hilfe. Das frierende Kätzchen wurde ins Boot gehoben und ins Tierheim verfrachtet. Die Katze sei dankbar gewesen, heißt es im Bericht.

Ehestreit in Augsburg: Frau wirft Susi-Röllchen nach ihrem Mann

Auch die Polizei musste in diesem Jahr einige herausfordernde Einsätze bewältigen. So wurden die Beamten zur Klärung eines Ehestreits gerufen, bei dem unter anderem Sushi durch die Luft flog.

Eine Frau hat ihren alkoholisierten Mann mit Sushi beworfen.
Bild: Andrea Warnecke, Symbolfoto

Wie die Polizei berichtete, war die Ehefrau mit dem Alkoholkonsum ihres Mannes unzufrieden, was sie ihm unmissverständlich zu verstehen gab, indem sie ihn mit dem Abendessen bewarf. Laut Polizei war der Mann wenig begeistert, zur Zielscheibe von mundgerechten Reis- und Fischröllchen zu werden.

Augsburger Verkehrsüberwacher mit Grillhähnchen attackiert

Dann war da noch der Angriff auf einen Verkehrsüberwacher mit einem fliegenden Grillhähnchen. Der Mann hatte die Polizei gerufen, weil am Zeugplatz ein unversperrtes Auto mit laufendem Motor stand. Die eintreffende Streife zog den Fahrzeugschlüssel ab, versperrte das Auto ordnungsgemäß und brachte eine Benachrichtigung am Fahrzeug an. Kurze Zeit später kam der 30-jährige Fahrzeugbesitzer zurück. Als ihm vom Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung mitgeteilt wurde, dass die Polizei seinen Fahrzeugschlüssel habe, reagierte er äußerst ungehalten. Wie die Polizei berichtet, warf der 30-Jährige ein Grillhähnchen auf den Boden und kickte den Bratvogel in Richtung des Verkehrsüberwachers. Der 30-Jährige zeigte sich auch gegenüber den Polizeibeamten uneinsichtig, heißt es in ihrem Bericht.

Die Berufsfeuerwehr half einem kleinen Jungen und seiner Mutter aus der Patsche.
Bild: Dominik Mai

Auch im Advent braucht es manchmal die Hilfe der Feuerwehr, wenn ein Türchen geöffnet werden soll. In diesem Fall war es eine frierende Mutter, die von ihrem zweijährigen Sohn auf dem Balkon ausgesperrt wurde. Wie die Berufsfeuerwehr berichtet, sauste der Dreikäsehoch danach durch die Wohnung und zog sofort die Wohnungstür hinter sich zu - allerdings ohne einen Schlüssel. Eine aufmerksame Nachbarin nahm den kleinen Bub auf und rief die Feuerwehr.

Feuerwehr befreit eine ausgesperrte Mutter von einem Balkon

Da es sich um eine Wohnungstür handelte, die nicht so leicht oder ohne großen Schaden aufzubrechen war, stieg die Berufsfeuerwehr auf eine Leiter. Schnell konnten die Einsatzkräfte ein gekipptes Fenster mit einem Spezialwerkzeug öffnen und einsteigen. Die Mutter wurde befreit und dem Sohn geöffnet. Mama und Sohn seien dann erleichtert gewesen, heißt es im Bericht der Berufsfeuerwehr. Und weiter: "Wer sich aber mehr freute, wissen wir leider nicht."

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