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Augsburg

16.11.2017

Ledvance-Mitarbeiter demonstrieren für Erhaltung des Werks

Ledvance schließt sein Werk in Augsburg - 650 Mitarbeiter sind davon betroffen.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Mitarbeiter des Ledvance-Werks in Augsburg (früher Osram) wollen eine Schließung nicht akzeptieren. Dafür gehen sie heute auf die Straße.

Die IG Metall und die Betriebsräte wollen den Augsburger Ledvance-Standort erhalten. Eine alternativlose Schließung akzeptieren sie nicht. Das wollen Arbeitnehmervertreter und Mitarbeiter am Donnerstag noch einmal deutlich machen. Für 13.30 Uhr ist in der Dulux-Halle eine weitere Betriebsversammlung angesetzt, die von einer Kundgebung vor Tor eins des Werks an der Berliner Allee unterbrochen werden soll. Auch Augsburgs Wirtschaftsreferentin Eva Weber ist angekündigt. Am Vormittag hat überraschend Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner das Werk besucht und mit Arbeitnehmervertretern gesprochen.

„Jetzt schon darüber zu spekulieren, bei welchen Unternehmen die Ledvance-Mitarbeiter künftig unterkommen könnten, wenn der Standort Ende 2018 beziehungsweise 2019 geschlossen wird, halte ich für verfrüht“, so Angela Steinecker, Unternehmensbeauftragte der IG Metall. Man wolle alle Möglichkeiten ausschöpfen, sich für den Erhalt von Ledvance in Augsburg einzusetzen.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner besuchte am Donnerstagvormittag das Ledvance-Werk in Augsburg. Von links Angela Steinecker (IG Metall Augsburg), Roberto Armellini (IG Metall Augsburg), Ilse Aigner, Betriebsratsvorsitzender Willi Sattler, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Andreas Jakob  und Augsburgs 2. Bürgermeisterin Eva Weber.

Bild: Quirin Bauer

Welche Chancen Arbeitnehmervertreter und Unterstützer aus Politik und Verbänden haben werden, ist ungewiss. Seitens Ledvance heißt es jedoch klar, dass der Standort unternehmerisch nicht mehr tragfähig sei. „Es sind natürlich Alternativen geprüft worden, aber die drastische Entwicklung des Marktes in den letzten drei Monaten habe gezeigt, dass das so nicht mehr finanzierbar ist“, so ein Sprecher. Nun gehe es darum, verantwortungsvolle Lösungen für alle Beteiligten zu erarbeiten. Hierfür stelle man sich allen nötigen Gesprächen.

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