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14.01.2019

Leidenschaft statt Anlage

Darauf kommt’s beim Oldtimer-Kauf an

Herr Frey, sie besitzen rund 120 Oldtimer, Ihr erstes Fahrzeug war ein Sportwagen der Firma „Singer“. Da waren sie 15. Welchen Tipp geben Sie Leuten, die sich so ein Fahrzeug zuzulegen wollen?

Wer ein Fahrzeug mit historischem Status kauft, sollte sich gut auskennen oder jemanden zur Hand haben, der in dem Geschäft zu Hause ist. Der Markt ist für den Laien unüberschaubar. Das fängt bei schlechter Restauratoren-Arbeit an und endet beim ungünstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Viele glauben, wenn sie einen Oldtimer herrichten und wieder verkaufen, sind gute Geschäfte zu machen.

Das Spekulieren mit Oldtimern sehe ich noch wackeliger als den Handel mit Aktien. Zudem ist der Wertzuwachs nur wenigen Marken vorbehalten und da ohne Garantie. Vor 30 Jahren habe ich einen Bentley für 30000 Mark gekauft. Der hat ungefähr seinen Wert gehalten, aber ein Geschäft ist das nicht. Es wurde ja auch in das Fahrzeug investiert.

Mit welcher Summe muss man rechnen, wenn man einen Oldtimer auf Vordermann bringen will?

Ein Drittel des Geldes sollte für die Wartung und Pflege genutzt werden. Wer nichts selbst machen kann, sollte die Finger davon lassen.

Gibt es Marken, die sich gut für eine Investition eignen?

Mercedes, Porsche und BMW versprechen zwar eine Werthaltigkeit, aber da werden dann Preise aufgerufen, die kaum noch jemand bezahlen kann. Bei Ferrari, Bugatti oder Rolls Royce sollte man im Lotto gewonnen haben.

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