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Augsburg AG

13.11.2007

Leypoldt steht vor dem Absprung

Gerhard Leypoldt

Der Chef der Augsburg AG, Gerhard Leypoldt, steht vor dem Absprung. Sein Vertrag, der bis Ende 2010 geht, wird bald aufgelöst. Der massiv unter Druck stehende Leypoldt soll die AG bis Ende des Jahres verlassen. Nach Informationen unserer Zeitung ist die Nachfolge-Frage bereits geklärt.

Von Michael Hörmann

Der Chef der Augsburg AG, Gerhard Leypoldt, steht vor dem Absprung. Sein Vertrag, der bis Ende 2010 geht, wird bald aufgelöst. Der massiv unter Druck stehende Leypoldt soll die AG bis Ende des Jahres verlassen. Er selbst äußert sich dazu nicht. Nach Informationen unserer Zeitung ist die Nachfolge-Frage bereits geklärt.

Dem Sprecher der Augsburg AG, Bernhard Hannemann, werden gute Chancen eingeräumt, auf die Position eines Vorstands zu rücken. Allerdings soll der Anwalt diese Aufgabe nicht hauptberuflich ausüben. Die AG-Satzung lässt es zu, dass Hannemann nebenberuflich die Tätigkeit wahrnimmt. Auch die Struktur der AG wird überprüft. Die Entscheidung hat der Aufsichtsrat zu treffen, in dem neben OB Paul Wengert drei Stadträte und zwei IHK-Vertreter sitzen.

Gegenüber unserer Zeitung wollte Hannemann, der als Landratskandidat der Freien Wähler im Landkreis Augsburg bei der Wahl im März 2008 antritt, die Personalien nicht bestätigen. Er sagte, "dass sich die Frage für mich momentan nicht stellt." Aber vielleicht bald: Denn die Nachfolge von Leypoldt soll schnell über die Bühne gehen. Am 27. November tagt der Aufsichtsrat der Augsburg AG. Bereits für heute ist eine interne Sitzung angesetzt, bei der es um die künftigen Führungsstrukturen gehen soll.

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Gerätselt wird, ob Leypoldt, wenn er geht, auf eine Abfindung hoffen darf. Insider sprechen davon, dass der AG-Chef im Jahr um die 100 000 Euro brutto verdiene. Normalerweise wäre eine Abfindung bei einem Vertrag, der nicht gekündigt wird, üblich. Dem Vernehmen nach soll es keinen "goldenen Handschlag" geben.

Leypoldt, der in politischen Kreisen keinen Rückhalt mehr besitzt, muss sich möglicherweise noch mit einem kritischen kommunalen Prüfungsbericht herumschlagen. Dieser wird derzeit ausgearbeitet. Dem Vernehmen nach listet er viele offene Fragen auf, die es in den Geschäftsbeziehungen zwischen AG und Stadt gibt. Wenn Leypoldt die AG verlässt, könnte er für die Region weiter tätig sein. Ein Beratervertrag für Asien und andere Projekte ist offenbar im Gespräch, um ihm das Ausscheiden aus dem AG-Vorstand zu erleichtern. Leypoldt zieht es nach Asien, nicht nur in Thailand hat er exzellente Kontakte. Angeblich wollen Firmen und Verbände seine Asienkompetenz nutzen.

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