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Oberhauser Bahnhof

20.05.2015

Mann bei Messerstecherei schwer verletzt - Täter auf der Flucht

Bei einer Messerstecherei am Oberhauser Bahnhof ist am Mittwoch ein Mann schwer verletzt worden.
Bild: Silvio Wyszengrad

Bei einer Messerstecherei am Oberhauser Bahnhof ist am Mittwoch ein Mann schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter ist auf der Flucht. War es ein Streit im Drogenmilieu?

Der Mann blutet stark. Er schleppt sich die Stufen zum Eingang des Bahnhofs hinauf, dann bricht er hinter der Tür zusammen. Es sind dramatische Szenen, die sich am Mittwoch gegen 16 Uhr in Oberhausen abspielen. Ein 35-jähriger Mann wird dort bei einer Messerstecherei so schwer verletzt, dass er im Klinikum nach Angaben der Polizei notoperiert werden muss. Die Ärzte dort retten sein Leben. Er schwebe nicht mehr in Lebensgefahr, hieß es am Abend. Der Täter ist nach der Messerattacke auf der Flucht. Die Polizei fahndet.

Wie sich die Auseinandersetzung genau abspielte, ist noch unklar. Beamte der Mordkommission waren am Tatort und haben die Ermittlungen übernommen. „Wir gehen derzeit von einem versuchten Tötungsdelikt aus“, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Nach Informationen unserer Zeitung sollen Täter und Opfer aus dem Drogenmilieu stammen. Der Helmut-Haller-Platz vor dem Oberhauser Bahnhof ist seit Jahren ein Treffpunkt der Suchtszene. Eine Augenzeugin berichtet, in die Auseinandersetzung sei eine ganze Gruppe von Menschen verwickelt gewesen. Einer aus der Gruppe habe dann mit einem Messer zugestochen.

Die Attacke spielte sich an der Nord-West-Seite des Platzes ab, in der Nähe der Straßenbahnunterführung. Dort ist ein Toilettenhaus, in dem sich Süchtige Drogen spritzen. Direkt daneben ist Blut auf dem Boden. Beamte der Spurensicherung vermessen am frühen Abend dort das Gelände und machen Fotos. Von dort aus soll sich der schwer verletzte Mann, noch begleitet von mehreren Personen aus der Suchtszene, rund 40 Meter bis zum Eingang des Bahnhofs geschleppt haben. Dort leisteten Passanten nach Polizeiangaben Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf. „Es sah sehr schlimm aus“, berichtet eine Zeugin.

Der Bereich vor dem Bahnhof wurde von der Polizei abgesperrt. Die Polizei suchte mit einem Spürhund das Umfeld des Bahnhofs ab. Unklar blieb zunächst, ob die Beamten das Tatmesser gefunden haben. Die Gleise waren über den Nebeneingang des Bahnhofs zu erreichen.

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