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Augsburg

16.09.2016

Marktsonntag in Augsburg: Das Turamichele legt einen Frühstart hin

Das Turamichele-Fest auf dem Rathausplatz findet am Samstag, 24., und Sonntag, 25. September statt. Es ist zugleich Marktsonntag an dem Wochenende.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Am 25. September öffnen die Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr. Welche Rolle spielt der Kommerz bei der Terminierung des Marktsonntags?

Der 29. September ist der Namenstag des heiligen Michael. In Augsburg ist dieses Datum seit 491 Jahren ein ganz besonderer Tag. So lange schon wird das Fest des Turamichele gefeiert. Es ist das älteste und größte Kinderfest im Raum Augsburg und gilt als eines der ältesten in Deutschland. Seit einigen Jahren wird der Handel in Augsburg in das Fest einbezogen. Das Turamichele ist der entscheidende Grund dafür, warum die Stadt einen verkaufsoffenen Marktsonntag veranstalten darf. Dazu bedarf es ausdrücklich einer Genehmigung der zuständigen Regierung von Schwaben.

Am Michaelitag ist das Turamichele auch im Einsatz

Normalerweise fällt der Marktsonntag auf einen Tag Ende September, Anfang Oktober. Dieses Jahr gilt eine andere Regelung. Das zweitägige Turamichele-Fest findet bereits am Wochenende, 24. und 25. September, statt – also deutlich früher. Einkaufen kann man daher am Sonntag, 25. September, von 13 bis 18 Uhr in der Innenstadt. Am Michaelitag selbst tritt das Turamichele dann auch am Donnerstag auf.

Hat womöglich der Kommerz gegen das Turamichele gewonnen? Nach dem Michaelitag ist ein verlängertes Wochenende. Am Montag, 3. Oktober, ist Tag der deutschen Einheit – ein bundesweiter Feiertag ist. Nicht wenige werden wohl dieses Wochenende für einen Kurzausflug nutzen. Hätte sich folglich ein verkaufsoffener Termin am 2. Oktober in Augsburg nicht gerechnet?

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Warum am 25. September?

Heinz Stinglwagner, Geschäftsführer der City Initiative Augsburg (CIA), weist diese Spekulationen zurück. „Der Termin ist bereits von langer Hand geplant.“ Wirtschaftliche Interessen hätten hier keinen entscheidenden Einfluss genommen. In der Handelsbrache heißt es generell, sagt Stinglwagner, dass ein verkaufsoffener Marktsonntag am Monatsanfang mehr an Umsätzen verspreche, da die Kunden ihr Gehalt bezogen hätten. Für den Termin am 25. September spreche, dass er nicht mit Dult kollidiert. Die Herbstdult beginnt am Samstag, 1. Oktober. Wenn es um die Termingestaltung gebe es einen Aspekt, der zudem für den vorgezogenen Marktsonntag spreche, sagt Stinglwagner: „Das Verkaufspersonal muss somit nicht an einem verlängerten Wochenende arbeiten.“

Im nächsten Jahr gibt es eine andere Lösung: Der Michaelitag fällt auf einen Freitag. Das Turamichele-Fest schließt sich am Wochenende danach an.

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