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03.07.2012

Mehr Schilder gegen „Geisterradler“

Radler, aufgepasst: Die Polizei kündigt für diese Woche verstärkt Kontrollen gegen Radfahrer an, die den Radweg entgegen der vorgeschriebenen Richtung benutzen. Hintergrund sind zuletzt gestiegene Unfallzahlen.
Bild: Mateusz Roik

Die Polizei will diese Woche verstärkt kontrollieren, ob Fahrradfahrer auf dem Radweg in der richtigen Richtung fahren. Ob es dadurch weniger Unfälle gibt, ist aber nicht erwiesen

Radler müssen sich ab sofort auf verstärkte Kontrollen der Polizei gefasst machen: Diese Woche wollen die Beamten schwerpunktmäßig gegen sogenannte „Geisterradler“ vorgehen. Das Benutzen des Radwegs in falscher Richtung zähle weiter zu den Hauptunfallursachen bei Radfahrern, so Polizeisprecher Manfred Gottschalk. Meist kracht es zwischen „Geisterradlern“ und abbiegenden Autos, weil deren Fahrer die Radler aus der falschen Richtung nicht erwarten.

Bereits im April hatte es eine Kontrollaktion an der Lechbrücke gegeben, nun will sich die Polizei das ganze Stadtgebiet vornehmen. Zusätzlich werden zusammen mit der Verkehrswacht Hinweisschilder an Unfallschwerpunkten aufgestellt, auf denen Fahrradfahrer auf die Gefahren hingewiesen werden.

Vergangenes Jahr wurden die ersten Schilder aufgestellt, etwa am Alten Postweg, der Neuburger und der Gögginger Straße sowie der Amagasaki-Allee. Weitere Problempunkte, die in den nächsten Tagen Schilder bekommen, sind:

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Bgm.-Ackermann-Straße/Hessenbachstraße (beidseitig)

Friedrich-Ebert-Straße zwischen Bergiusstraße und Messe (beidseitig)

Gögginger Brücke/Hermanstraße (stadteinwärts)

Gögginger Straße/Calmbergstraße (stadtauswärts)

Friedberger Straße/Herrenbachstraße (stadtauswärts)

Berliner Allee/Brückenstraße

Wie viel die Aktion bringt, ist allerdings unklar. Nachdem die Polizei vergangenes Jahr zwischen Juni und August schärfer kontrollierte, sank der Anteil der „Geisterradler“ als Unfallverursacher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Augsburg nur um ein halbes Prozent auf 22 Prozent. In Königsbrunn gab es hingegen eine Verbesserung. Hier sank der Anteil der „Geisterradler“ an Unfällen von 22 auf zehn Prozent.

Hintergrund der Aktion waren zuletzt steigende Unfallzahlen: Mit 673 Radler-Unfällen im Augsburger Stadtgebiet 2011 stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozentpunkte.

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