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Augsburg

10.06.2019

Modular 2019: Was am Gaswerk derzeit passiert

Der Blick vom Modular-Büro in der ehemaligen Direktorenvilla, auf dem Gaswerkareal geht direkt auf das Festivalgelände. Dort wo Festivalleiter Christoph Elwert auf der Bank Platz genommen hat, wird die Bühne im Park stehen. Als Grundlage wurden auf der Wiese bereits Hackschnitzel ausgebreitet.
Bild: Annette Zoepf

Die Böden vor den Bühnen sind für das Modular bereit, die Platzgestalter werkeln schon. Festivalleiter Christoph Elwert berichtet, wie das „Umtopfen“ bislang funktioniert.

Das Jugendfestival Modular wirft auf dem Oberhauser Gaswerkareal seine Schatten voraus: Von Donnerstag, 20., bis Samstag, 22. Juni, wird es dort erstmals stattfinden. Während der Bereich vor der großen Bühne am Gaskessel bereits mit kleinen Steinen fein säuberlich ausgelegt und platt gewalzt wurde, liegen vor der künftigen Bühne im Park Hackschnitzel. Die Platzgestalter des Festivals sind ebenfalls am Werk – ein bekanntes Objekt haben sie schon aufgestellt. Der Wal, der sich 2018 noch im Teich im Wittelsbacher Park befand, liegt nun auf einer Wiese. „Das Umtopfen des Festivals verläuft bislang verhältnismäßig gut“, sagt Festivalleiter Christoph Elwert. Gemeinsam mit dem Organisationsteam des Stadtjugendrings, die im Auftrag der Stadt das Jugendfestival organisieren, hat Elwert vor zwei Wochen eine Wohnung in der ehemaligen Direktorenvilla auf dem Gelände bezogen.

Von seinem Bürofenster aus kann er nun die Geschehnisse auf der Wiese vor der Bühne im Park beobachten, sieht Wiesen, Obstbäume, Hackschnitzel und den Gaskessel, der mit seiner Größe das Areal dominiert. Das Jugendfestival Modular fand seit dem Jahr 2012 im Kongress am Park und im Wittelsbacher Park mitten in der Stadt statt. Nach und nach wurden die Außenflächen ausgeweitet, das Festival großteils nach draußen verlagert. Mit den Jahren mehrten sich allerdings auch die Beschwerden von Bürgern über Lärmbelästigung. Deshalb wurde 2017 ein Bürgertalk organisiert, in dem es auch über den künftigen Veranstaltungsort des Festivals ging. Von der Stadt wurde das Gaswerkareal als Alternative ins Spiel gebracht. Im vergangenen Jahr einigten sich die Vertragspartner darauf. 2000 Anwohnerbriefe wurden in Oberhausen verteilt, um die nun direkt betroffenen Bürger zu informieren. „Wir haben auch zwei Führungen für Anwohner und Gewerbetreibende angeboten, damit sie sich ein Bild von dem Gelände und unseren Plänen machen können.“

Rund 450 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz

Das Organisationsteam stecke viel Arbeit in Information und Prävention, um die Anwohner mit ins Boot zu holen. Elwert: „Auf unserer Homepage werden wir auch wieder eine Nummer veröffentlichen, bei der sich Bürger während des Festivals melden können, wenn es ihnen zu laut ist.“ Der Lärmschutzbeauftragte des Festivals setze sich dann mit den Betroffenen in Verbindung, besuche sie auch zu Hause, um dort Messungen durchzuführen. Daneben stünde das Team im engen Kontakt mit dem Ordnungsamt. Viel Arbeit wartet auf das Organisationsteam in den kommenden Tagen. Ende der Woche beginnt der Aufbau der Bühnen und Absperrungen – der Eintritt für Programmmacher, Sponsoren und Crew-Mitglieder muss daneben organisiert werden. Rund 450 ehrenamtliche Helfer zählt das Festival inzwischen. Die jungen Menschen werden in verschiedenen Bereichen, wie Einlass, Künstlerbetreuung oder bei den „Trash-Heroes“, die sich um das Müll-Management kümmern, eingeteilt. „Manche sind bei diesem Festival bereits das fünfte Mal mit dabei und werden dafür auch von uns geehrt“, erzählt der Festivalleiter. Für ihr Konzept, das die Jugend in der Organisation des Festivals mit einbindet, wurde der Stadtjugendring bereits mehrmals ausgezeichnet. Die Dimension des Festivals habe sich zwar vergrößert. So verfügt das Jugendfestival inzwischen über ein Budget von 1,2 Millionen Euro. „Dennoch ist es uns wichtig, dass wir unseren regionalen Charakter behalten“, betont Christoph Elwert. Dabei ist dem Organisationsteam neben der Einbindung der ehrenamtlichen Helfer auch die Förderung des musikalischen Nachwuchses wichtig.

Noch zeigt Festivalleiter Christoph Elwert in den luftleeren Raum. Kommende Woche werden sich in diesem Bereich die Toiletten und die Bühne am Bauwagen befinden.

In diesem Jahr wird es erstmals das Format „ModularPlus“ geben – eine Plattform, bei der sich Newcomer aus Augsburg und Umgebung präsentieren und vernetzen können. Die Musiker treten am Samstag auf der Bühne im Theater (Brechtbühne im Ofenhaus) auf. Auf die Gastronomie des Ofenhauses müssen die Besucher während des Festivals verzichten, da sich Geschäftsführer Tobias Emminger und sein Team in diesen Tagen ausschließlich um das Catering für Künstler und Crew-Mitglieder kümmern werden. Für die Besucher gibt es ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot an den zahlreichen Ständen.

Die Platzgestalter sind am Werk: Der Wal wurde bereits aufgestellt.

Auch wenn das Modular-Festival nun in Oberhausen stattfindet, hat es sich nicht vollkommen von der Innenstadt verabschiedet. „Auf dem Gaswerkareal wird es keine Aftershowpartys geben. Das Gelände wird um 1 Uhr nachts geschlossen. „Um 23 Uhr enden die Konzerte auf dem Festival. Danach wird in unseren Partnerclubs City-Club, Hallo Werner, Kantine, Lamm, Oh Boi und Bungalow weitergefeiert. So haben wir uns mit den Vertretern der Club- und Kulturkommission geeinigt“, sagt Christoph Elwert.

Drei-Tages-Tickets sind ausverkauft. Tagestickets gibt es sowohl online auf der Homepage des Festivals als auch an den Vorverkaufsstellen in den swa-Kundencentern am Königsplatz und am Hohen Weg und den Filialen der Bäckerei Wolf am Rathausplatz, Königsplatz und in der Maximilianstraße.

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