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Augsburg

16.04.2015

Nach zehn Jahren: Das Restaurant Trieste gibt es nicht mehr

Das Trieste lag am Canal Grande, wie die Familie Alp den Lechkanal nannte. Hier arbeiteten Service-Chef Cano Alp, seine Nichte Hazze Alp sowie Koch und Geschäftsführer Aziz Alp.
Bild: Anne Wall

Das Restaurant Trieste hat zugemacht. Nach knapp zehn Jahren musste der Familienbetrieb in der Augsburger Barfüßerstraße schließen.

Verdutzt werden schon viele Gäste in diesen Tagen vor dem Restaurant Trieste in der Barfüßerstraße gestanden haben: Dort, wo die Familie Alp knapp zehn Jahre ihr Restaurant geführt hat, ist seit Dienstag die Tür verschlossen. Eine Entscheidung, die den Betreibern nicht leicht fiel. Doch seit September vergangenen Jahres plagten Koch Aziz Alp gesundheitliche Probleme. Trotz Schmerzen schleppte er sich in den vergangenen Monaten in den Betrieb, wollte seine Küche und auch die vielen Gäste des Lokals nicht im Stich lassen. Händeringend wurde ein Aushilfskoch gesucht, der Aziz Alp monatelang hätte vertreten können. Doch Fehlanzeige. „Wir hatten kein Glück. Gute Köche sind meist in einer festen Anstellung und für uns viel zu teuer. Andere, die derzeit eigentlich auf Arbeitssuche sind, waren unzuverlässig und haben in der Küche mehr in ihr Handy geschaut als in den Kochtopf“, sagt Service-Chef Cano Alp.

Sehr traurig über die Schließung des Restaurants Trieste

Mit zwei Köchen hat es die Familie in den vergangenen Monaten probiert, zweimal sei es ein Fehlgriff gewesen. „Die haben mehr gefehlt, als sie da waren“, so Cano Alp. Nachdem sich sein Bruder Aziz Alp in den kommenden Monaten dringend einer Behandlung unterziehen muss, zog die Familie die Notbremse. „Das ist alles im Einvernehmen mit dem Hausbesitzer passiert. Er hat auch bereits einen Interessenten für die Räumlichkeiten“, sagt der Service-Chef, der sehr traurig über die Schließung ist.

In den knapp zehn Jahren sei der Betrieb von Anfang an gut gelaufen. Der Bruder als gelernter Koch habe sich sein Wissen zuvor in vielen Restaurants angeeignet und am Canal Grande, wie sie den Lechkanal nannten, an dem das Lokal liegt, mit „Leidenschaft“ gekocht.

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Cano Alp, der gelernter Raumausstatter ist, sei damals mit eingestiegen und habe den Schritt nie bereut. „Wir hatten sehr viele Stammgäste. Sie haben unsere mediterrane Küche mit Produkten aus der Region geschätzt. Viele unserer Kunden haben unser Lokal als ihr Wohnzimmer betrachtet“, sagte er. Neben dem Alltag im Restaurant organisierten die Assyrer regelmäßig assyrische, italienische oder auch andere Themen-Abende. Das ist nun Vergangenheit. „Wie es weitergeht, wissen wir noch nicht.“

Cano Alp wird sich in den kommenden Wochen überlegen, was er künftig machen will: „Vielleicht eröffne ich eine Weinbar, vielleicht mache ich etwas ganz anderes."

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