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Augsburg

09.05.2019

Neue Wohnungen und Büros: Ackermann-Straße ändert ab Herbst ihr Gesicht

So soll das Projekt Ackermann-Park einmal aussehen. Die Darstellung zeigt den Blick in Richtung Süden – am oberen Bildrand sind das Gartencenter und die Ackermannstraße zu sehen.
Bild: Zwischenräume A. + S.

Plus Auf dem früheren Grundstück des Post SV entstehen knapp 500 Wohnungen. Auch in der Umgebung sind zusätzlicher Wohnraum und neue Gebäude geplant.

Entlang der Bürgermeister-Ackermann-Straße wird in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt bei der Stadtentwicklung im Augsburger Westen liegen. Zahlreiche Baustellen und -projekte kündigen sich auf einem einige hundert Meter langen Abschnitt der Hauptverkehrsstraße an. Das größte Projekt dürfte dabei das Neubauquartier nahe des Dehner-Gartenmarkts sein. Der Stadtrat hatte vergangene Woche den Bebauungsplan verabschiedet. Ab Herbst, so Albert Weber, Bauherr und Senior-Chef der Gartencenter-Kette Dehner, soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Ackermann-Park: Auf dem früheren Areal des Post SV an der Grenzstraße sowie dem früheren Verkaufsgebäude des Sporthändlers „Pro Sport“ sind insgesamt 473 neue Wohnungen geplant. Im Herbst sollen auf den nördlichen Ende des ehemaligen Sportplatzes die Bagger für das Projekt „Ackermann-Park“, das bisher unter dem Arbeitstitel „Dehner-Park“ lief, auffahren. Im Lauf des Jahres 2021 sollen die ersten Wohnungen fertiggestellt werden. Dann geht es abschnittsweise weiter. Man rechne mit fünf Jahren Bauzeit, so Weber. Ein Teil soll laut Weber, der das Projekt mit seiner Familie umsetzt, in den Verkauf gehen. Vermietet werden in jedem Fall die Wohnungen, die als geförderter Wohnraum errichtet werden. In welcher Größenordnung Wohnungen auch in den freien Mietmarkt gehen, sei noch nicht entschieden, so Weber. Angestrebt sei ein „gesunder Mix“.

Wie groß ist die Anzahl geförderter Wohnungen?

Bei der Verabschiedung des Bebauungsplans hatte es eine politische Grundsatzdiskussion über den Anteil von geförderten Wohnungen gegeben. Die SPD kündigte an, künftig keinen Bebauungsplänen mit einer Quote unter 30 Prozent mehr zuzustimmen. Für das Gebiet des Ackermann-Parks wird eine Quote von 30 Prozent erreicht, wenn man ein Neubauprojekt eines weiteren Investors an der Grenzstraße berücksichtigt. Dort wird auch eine Kita Platz finden.

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Die geförderten Wohnungen in Ackermann-Park, so Weber, sollen auf verschiedene Häuser und Stockwerke verteilt werden. Die Bindungsfrist liegt bei 40 Jahren. Ihm sei daran gelegen, auf „solide Art und Weise“ Wohnraum zu schaffen, betont Weber, dessen Großeltern aus dem Hettenbach in Augsburg stammen.
Wie es mit dem Gartencenter weitergeht, lässt Weber offen. Zunächst bleibt das Geschäft so weiter bestehen. Der Bebauungsplan ermöglicht den Neubau des bisherigen Centers. Allerdings scheint es Unstimmigkeiten mit dem Grundeigentümer zu geben. Weber sagt, dass die Wohnbebauung nicht mit einem Neubau des Gartencenters in Zusammenhang steht. „Wir haben einen Mietvertrag mit längerer Laufzeit und darum auch keinen zeitlichen Druck.“ Hinzu komme, dass ein Neubau auch mit dem geplanten Bau der Straßenbahnlinie 5, der während der Bauzeit gewisse Beeinträchtigungen mit sich bringen werde, abgestimmt werden müsse.

Östlich des neuen Quartiers, das aus vier- bis fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern bestehen wird, soll zudem ein kleiner Park entstehen. Er wird das Neubaugebiet, das die Kreissparkasse vor einigen Jahren an der Hessenbachstraße errichtete, von Westen her erschließen.

Wohnbaugruppe: Einige Meter weiter westlich auf der anderen Seite der Reinöhlstraße will die städtische Wohnbaugruppe auf dem ehemaligen Platz des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes ihre neue Unternehmenszentrale mit Betriebshof errichten. Baubeginn soll der Herbst 2020 sein, 2022 soll das siebenstöckige Gebäude in Betrieb gehen. Die WBG ist seit 90 Jahren in der Wohnanlage Schuberthof in der Rosenaustraße untergebracht. Die Kosten dürften nach einer ersten Schätzung bei mindestens 26 Millionen Euro (inklusive Grunderwerb) liegen. Dieser Betrag entspricht in etwa dem Investitionsvolumen für 100 neue Wohnungen.
WBG-Geschäftsführer Mark Dominik Hoppe sagt, dass der neue Unternehmenssitz nötig sei. „Damit wir unser anspruchsvolles Neubauprogramm stemmen können, brauchen wir auch das nötige Personal. Am jetzigen Standort ist keine ordentliche Unternehmensentwicklung möglich, mit der wir uns für die Zukunft rüsten können.“ Mit dem Wegzug aus dem Schuberthof und der Verlagerung des Betriebshofs aus der Schillstraße können an den bisherigen Standorten mehr als 120 Wohnungen entstehen.

Für eine neue Polizeiinspektion läuft ein Architektenwettbewerb

Kulturpark-West/Reese-Areal: Mitte des Jahres läuft der Nutzungsvertrag für die Gebäude des Kulturpark-West an der Sommestraße ab. Ein Teil der Künstler ist bereits ins Gaswerk-Areal umgezogen. Der Bebauungsplan sieht vor, die ehemaligen Kasernengebäude am westlichen Rand des Reese-Areals abzureißen und dort Wohnbebauung zu errichten. Zum konkreten Vorgehen und zum Zeitplan hat sich die Stadt bisher nicht geäußert.

Polizei: Voraussichtlich 2021/22 will die Polizei einige hundert Meter weiter westlich an der Reese-Alle eine neue Polizeiinspektion für den Augsburger Westen bauen. Zusammen mit weiteren Dienststellen sollen dort rund 270 Polizisten arbeiten. Momentan läuft ein Architektenwettbewerb.

Carl-Schurz-Straße/Weltwiese: Wieder einige Meter weiter westlich der geplanten Polizeiinspektion will die Wohnbaugruppe ihre Wohnanlage an der Carl-Schurz-Straße umgestalten. Dafür wird aktuell ein Wettbewerb vorbereitet. Laut Geschäftsführer Mark Dominik Hoppe ist geplant, die quer zur Ackermann-Straße stehenden in die Jahre gekommenen Wohnblocks durch einen Gebäuderiegel parallel zur Straße zu ersetzen. Dies sei unter den Gesichtspunkten des Lärmschutzes besser.

Zudem ist eine Überlegung, die sogenannte Weltwiese (ehemaliges Baseball-Feld) teils zu bebauen. So könnten 160 neue Wohnungen (zu den bestehenden 340) entstehen. In den Neubauten würden die Bestandsmieter unterkommen, während die Abriss- und Neubauarbeiten im Rest des Areals laufen. Geplant wäre, die Wohnungen gemäß der Richtlinien der einkommensorientierten Förderung zu vergeben. Die Neuentwicklung des Areals wird vermutlich etliche Jahre in Anspruch nehmen. "

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09.05.2019

>> Hinzu komme, dass ein Neubau auch mit dem geplanten Bau der Straßenbahnlinie 5, der während der Bauzeit gewisse Beeinträchtigungen mit sich bringen werde, abgestimmt werden müsse. <<

Alle Bauten werden fertig sein und es wird wieder keine schnelle und staufreie ÖPNV Anbinung geben, die wenigstens ein paar Menschen von der täglichen Autofahrt fernhalten kann.

Die Politik wird dann wieder in der bekannt überheblichen Art die Menschen zum "Umsteigen" auffordern - behaltet eure langsamen Schaukelbusse und die Bürger behalten ihren individuellen Verkehr. Die swa haben den HBF Umbau einfach versaut - seit 10 Jahren keine Ahnung wie man den Tunnel im Westen wieder flott und staufrei verlassen kann.

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