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Indonesien

28.11.2017

Noch hat Tanja Hummel auf Bali keine Angst

Auf Bali wird ein großer Ausbruch des Vulkans Gunung Agung befürchtet. Die Augsburgerin Tanja Hummel lebt derzeit rund 70 Kilometer entfernt in Seminyak.
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Auf Bali wird ein großer Ausbruch des Vulkans Gunung Agung befürchtet. Die Augsburgerin Tanja Hummel lebt derzeit rund 70 Kilometer entfernt in Seminyak.
Bild: Josh Edelson, dpa

Die Augsburger Studentin absolviert auf der Insel derzeit ein Auslandssemester. Wie sich die 22-Jährige auf den befürchteten großen Ausbruch des Vulkans Gunung Agung vorbereitet und was sie am meisten beunruhigt.

Auf der indonesischen Urlauberinsel Bali wird ein gewaltiger Ausbruch des Vulkans Gunung Agung befürchtet. Wegen der kilometerhohen Rauchwolke über dem Berg wurde der internationale Flugverkehr eingestellt. Die 22 Jahre alte Augsburgerin Tanja Hummel lebt derzeit auf Bali. Die Studentin absolviert dort gerade ein Auslandssemester. Einige Sicherheitsvorkehrungen hat Hummel bereits getroffen. Die Augsburgerin klingt am Telefon noch entspannt. „Angst habe ich momentan nicht“, sagte Hummel, die in Seminyak wohnt und im benachbarten Jimbaran an der Universität „International Fashion Retail“ studiert. Die beiden Orte sind rund 70 Kilometer von dem Vulkan entfernt und liegen auf der entgegengesetzten Küstenseite. Durch die Rauchwolke sei es derzeit auf Bali sehr dunkel, schildert sie die aktuelle Lage. „Aber wir merken nichts von Erschütterungen oder so. Die Elektrizität schwankt. Hin und wieder gibt es Stromausfall.“

Die WG hat Vorkehrungen getroffen

Tanja Hummel wohnt mit anderen Deutschen in einem Haus. Sie alle sind in einem Email-Verteiler des Auswärtigen Amtes und erhalten darüber Verhaltenshinweise. Dementsprechend hat die Wohngemeinschaft Vorkehrungen getroffen. „Wir haben uns Atemschutzmasken besorgt, falls die Wolke über uns kommt. Wir mussten Wasserkanister und Essen für drei bis fünf Tage kaufen.“ Furcht vor einem Erdbeben oder einem Tsunami habe sie keine. Aber Sorge vor einer Aschewolke. „Ich habe gehört, dass es gefährlich sein soll, wenn man da etwas einatmet.“ Vor einem Ascheregen sei ihr Haus nicht unbedingt geschützt. Die Häuser auf Bali seien nicht dicht, wie man es in Deutschland gewohnt ist. „Was wir machen sollen, wenn es richtig losgeht, sagt uns hier keiner so wirklich“, kritisiert Hummel. Auch die Informationen von der Universität seien spärlich, die Nachrichten vor Ort nicht sehr informativ. Die Augsburgerin, die seit Anfang September auf Bali wohnt und bis Ende Dezember ihr Auslandssemester absolviert, informiert sich viel im Internet.

Ihre Familie sei in größter Sorge, sagt sie. „Seit Samstag schreiben wir uns ständig, weil sich die Nachrichten in Deutschland wohl schlimm anhören. Meine Mama hätte gerne, dass ich abreise.“ Aber sie wolle gerne das Semester auf Bali abschließen. Zudem liege ihr Reisepass beim Auswärtigen Amt wegen des Visums. „Selbst wenn ich abfliegen könnte, geht das gerade gar nicht, weil ich meinen Pass gar nicht habe.“ Schon im September war auf Bali die höchste Alarmstufe ausgerufen, ohne dass schließlich etwas passierte. Wie alle anderen auf der Insel hofft auch Hummel, dass sich der Vulkan wieder beruhigt.

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