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14.11.2018

Pflegenotstand: Wehe, wenn man Hilfe braucht

Das Anlegen von Kompressionsstrümpfen ist eine der vielen Aufgaben von ambulanten Pflegediensten.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Trotz der vielen angebotenen Hilfe für Andrea Krosse bleibt ein ungutes Gefühl.

Was für eine Freude, dass Andrea Krosse auf so viel Hilfsbereitschaft gestoßen ist. Das zeigt: Viele Menschen haben ein Herz und auch ein soziales Gewissen. Doch auch nach der wohl glücklichen Wendung für sie bleibt doch ein zweifach ungutes Gefühl.

Das erste: Es ist offenbar nicht selbstverständlich, dass man Hilfe findet, wenn man sie benötigt. Pflegenotstand ist ein abstrakter Begriff, an den man sich aus der Ferne vielleicht gewöhnen kann. Wenn man sich aber vorstellt, wie Andrea Krosse händeringend nach Unterstützung zu suchen, aber nur Absagen zu erhalten, ist das erschreckend. Der Begriff „Pflegenotstand“ wird plötzlich zur ganz persönlichen und existenziellen Frage.

Das zweite ungute Gefühl: Andrea Krosse hat sich getraut, mit ihrer Not in die Öffentlichkeit zu gehen. Dadurch hat sie viel Zuspruch und Hilfe erhalten. Sie ist aber eine Ausnahme. Wie viele Menschen sind in einer ähnlichen Situation, können oder wollen damit aber nicht nach außen treten, denn es geht immerhin um ganz persönliche und intime Punkte? Man würde wahrscheinlich erschrecken, wenn man das wüsste.

Lesen Sie dazu: Pflegenotstand: Viele wollen Andrea Krosse helfen

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