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Augsburg

03.06.2020

Polizei erteilt in sechs Tagen Fahrverbote im dreistelligen Bereich

Die Polizei hat bei Tempokontrollen viele Fahrverbote erteilen müssen.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Den neuen Bußgeldkatalog bekommen viele Autofahrer zu spüren. Auf welcher Straße die Polizei in Augsburg zuletzt die meisten Fahrverbote erteilte.

Die Verkehrspolizei hat in ihrem Zuständigkeitsbereich Schwaben Nord in den vergangenen Tagen an verschiedenen Stellen Tempokontrollen durchgeführt. Dabei stellten die Beamten viele Verstöße gegen die geltenden Höchstgeschwindigkeiten fest.

Demnach war der Spitzenwert bei erlaubten 50 km/h mit Tempo 96 gemessen worden, bei erlaubten 60 km/h waren es 116 und bei erlaubten 100 km/h lag die höchste Messung bei Tempo 175. Aufgrund der Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung, so die Polizei, kam es zu deutlich mehr Fahrverboten. „Die Gesamtzahl der zu erwartenden Fahrverbote liegt im Zeitraum zwischen dem 27. Mai und dem 1. Juni im dreistelligen Bereich“, heißt es im Polizeibericht.

Schwerpunkt für Verstöße: die B17 im Bereich Stadtbergen

Die meisten Fahrverbote, nämlich 84, seien wegen zu schnellen Fahrens auf der B17 im Bereich Stadtbergen erteilt worden. Die Polizei bittet erneut alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere auf die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten, sowie die Abstände zu anderen Verkehrsteilnehmern zu achten.

Polizei erteilt in sechs Tagen Fahrverbote im dreistelligen Bereich

Die strengere Handhabung der Fahrverbote wurden zuletzt kritisiert. Konkret geht es um das einmonatige Fahrverbot, sobald jemand die Höchstgeschwindigkeit im Ort um 21 km/h und außerorts um 26 km/h überschritten hat. Bisher drohte der Führerscheinentzug bei einmaligem Verstoß erst ab 31 km/h im Ort und 41 km/h außerhalb. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will nun die härteren Strafen für Verkehrssünder zum Teil wieder zurücknehmen. Derzeit wird ein Teil des neuen Bußgeldkataloges überarbeitet. (ina)

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03.06.2020

@ Andreas T.
wie sieht die Zahl der Schwerletzten aus? Durch die modernen Autos ist Zahl der Toten zurück gegangen aber die Zahl der Schwer- und Schwerstverletzten gestiegen.Und bei den ganzen Unfallzahlen werden ja sowohl Radfahrunfälle und Füßgängerunfälle mitgezählt die aber nichts mit Raserei zu tun haben. Es geht ja um das Thema Raserei.

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03.06.2020

Leider sind an vielen Unfällen auch Radfahrer und Fußgänger mitschuldig. Einige Radfahrer und Fußgänger legen die Verkehrsregeln sehr großzügig aus oder mißachten sie einfach.
Auch bei Radlern gibt es Raser / Rambos. Tempo-30-Zonen gelten auch für Radler. ;-)
Der Unterschied ist, dass diese nicht ein über 1 t schweres Fahrzeug bewegen. Aber auch die Folgen eines Zusammenstoß können ebenfalls gravierend für andere sein.

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06.06.2020

Laut der Datenbank vom Statistischen Bundesamt gab es 2018 20.537 Verkehrsunfälle mit Personenschaden auf der Autobahn und 308.721 insgesamt. Das macht also 6 bis 7 Prozent.

2018 waren es insgesamt 175.995 Verkehrsunfälle auf der Autobahn und insgesamt in Deutschland 2.636.468. Sind auch zwischen 6 bis 7 Prozent.

Wie ein sehr beliebter Englischer "Philosoph" mal gesagt hat: "Geschwindigkeit selbst bringt niemanden um, nur der schlagartige Stop am Baum tötet dich."

Auf der Autobahn schnell zu fahren, wenn man es mit Hirn und Verstand macht und wenn dein Fahrzeug in einem technisch guten Zustand ist und wenn auch die anderen damit rechnen, dass jemand schneller sein könnte als sie, dann ist es so sicher, wie es eben sicher ist, sich mit dieser Geschwindigkeit zu bewegen. Auch ein Sturz vom Pferd kann tödlich enden, weil der Mensch nicht dazu gebaut ist, aus 2.5 Meter höhe auf den Boden zu fallen.

Ein "Raser" ist niemand der einfach schnell fährt, sondern jemand der ZU schnell in einer bestimmten Situation fährt. Autobahn ohne Tempolimit, aber Nebel, dass man das Ende der Haube nicht sieht, dann sind 120km/h schon Zuviel. Aber gutes Wetter, wenig Verkehr, offene Autobahn, warum dann nicht mal 180km/h fahren, wenn man es will?

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03.06.2020

Ich finde das ewige hin und her am allerschlimmsten, 50-30-50-30 oder auf der Landstraße 100-70-100-80-60. Wenn man es so machen würde, in der Stadt normal immer 30 und auf 4-spurigen Straßen immer 50 und auf Landstraßen immer 100 und auf Autobahnen immer 130, dann würde niemand aus Versehen den Führerschein verlieren sondern höchstens durch rasen und das wäre dann gerecht.

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03.06.2020

Zu behaupten, dass eine höhere als die vorgeschriebene Geschwindigkeit die Verkehrssicherheit nicht gefährde, ist für eine Tempo-30-Zone schon gewagt. Es mag Situationen geben, da die Verkehrssituation so übersichtlich ist, dass gewährleistet zu sein scheint, dass einem 100 m weit nichts vors Auto geraten wird, aber überall sonst, wo das nicht so ist, sind wenige Stundenkilometer mehr auch entscheidend mehr an Bremsweg (+ Reaktionszeit).

Also 'okay' ist es nicht dort zu schnell zu fahren, sei es auch relativ wenig. Die Frage ist, ob ein Übersehen der Geschwindigkeitsbegrenzung automatisch zu einem Führerscheinentzug führen muss. Meine Präferenz gilt der Vermeidung von Geschwindigkeitsübertretungen - nicht ihre allerhärteste Bestrafung.

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03.06.2020

Eine Monat Fahrverbot bekommt man erst ab 26 km/h (außerorts) bzw. 21 km/h (innerorts).

Wer 5 km/h zu schnell fährt, bekommt nicht nur nicht den Führerschein entzogen, sondern in der Regel nicht mal ein Bußgeld.

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03.06.2020

Wer ein 30er-Zonen-Schild übersieht, fährt innerhalb der Zone deutlich zu schnell, ohne es zu wissen. Er wird innerhalb dieser seines Versäumnisses nicht bewusst. Fährt er aber 51 km/h (was ich bewusst schon als Rasen bezeichnen möchte) ist sein Führerschein weg. Da er es aber nicht willentlich getan hat, ist der Erziehungseffekt marginal. Es gilt also dafür Sorge zu tragen, dass jeder weiß, dass er in einer Tempo-30-Zone ist. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man macht das auf der Straße mit roter Farbe oder dem Schriftzu 30, der ggf. nochmal wiederholt wird kenntlich oder man führt generell innerhalb geschlossener Ortschaft 30 km/h ein und lässt nur Ausnahmen für Durchfahrts- oder Schnellstraßen zu.

Auf autobahnähnlichen Straßen, die durch Städte führen hat es sich auch schnell mal mit einer saftigen Übertretung auch für Autofahrer, die darauf bedacht sind, die Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten. Beispielsweise, wenn man ortsfremd ist und bei unveränderter Umgebung plötzlich ein Ortsschild kommt oder natürlich auf Autobahnen, wenn nach einem Abschnitt ohne Begrenzung eine 120er übersehen wird. Dass dabei schon beim ersten Mal der Führerschein weg ist, halte ich für eine überzogene Bestrafung vor allem im Vergleich, wenn jemand durch eine innerstädtische Straße mit 75 km/h rauscht.

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03.06.2020

@Maya S.
Ist die Theorie. Fakt ist, dass 3 kmh Toleranz angezogen werden. Dazu kommt noch der Vorlauf auf dem Tacho. Das sind mindestens nochmals 2 bis 3 kmh bei 50 kmh. Somit zeigt der Tacho mindestens 56 kmh an, wenn man mit 51 kmh in der 30er-Zone geblitzt wird. Bei 30-Schilder wiord auch nicht dirket hinter dem Schild geblitzt. Und 30-er Zonen erkennt auch baulich und zudem ist dort rechts vor links die Regel. Somit geht allein deshalb schon nicht viel mehr als bis 40 kmh, wenn man diese Regelung beachtet.

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03.06.2020

Das dokumentiert doch nur die Unfähigkeit vieler Autofahrer, sich an einfachste Regeln zu halten.
Ich hätte gerne Schweizer Verhältnisse bei uns, damit diese Unart auf unseren Strassen endlich verschwindet.
Die Autofahrer in Deutschland müssen offensichtlich besser Erzogen werden!


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03.06.2020

Unsinnige Regeln sind es nicht wert befolgt zu werden. Das kann man auch Zivilcourage nennen.
Beste aktuelle Beispiele: viele irrsinnige Coronadiktate werden von Gerichten annulliert. Schade iost nur, daß diese, die diese Diktate verhängt haben, quasi immun sind.

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03.06.2020

Rasen ist Zivilcourage? Sich zum Stauffenberg erklären, wenn man eine nach dem Bauchgefühl "unsinnige" Geschwindigkeitsbegrenzung sieht? Darauf muss man erst mal kommen!!!
Jemanden zu helfen der Hilfe benötigt, einzugreifen wenn jemand angegriffen wird, dass ist für mich Zivilcourage.
Aber bewußt mit 50 kmh durch eine 30er-Zone zu heitzen oder mit 100 durch eine 70-Abschnitt ist für mich keine Zivilcourage. Meistens besteht ein Grund für diese Beschränkung. Sei es Lärmschutz, neuer Fahrbahnbelag, Tunnel, viele Ein- und Ausfahrten (dadurch viel Spurwechsel), Staugefahr, Stellen wo plötzlich Rauch oder Nebel oft auftaucht, sonstige Gefahrenstellen ... ist nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich. Sie haben ja die Möglichkeit gegen bestimmte Regelung zu klagen und gerichtlich überprüfen zu lassen.
Das Gerichte Regelungen kassieren können, heißt Gewaltenteilung. Das dies passiert, zeigt nicht nur das Fehler bei dem Erlass von Regelungen passieren, sondern auch das die Gewaltenteilung bei uns funktioniert.

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03.06.2020

@Herbert Tambour:
Das Problem haben leider alle Gruppen von Verkehrsteilnehmern, nicht nur die Autofahrer.

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02.06.2020

Es gibt wohl aktuell zu wenig wirkliche Verbrechen, so daß es der Polizei wohl ein wenig langweilig ist.
Corona schafft offensichtlich zu viel Freiräume.

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02.06.2020

Sie finden es also okay, wenn man im 60er Bereich (das ist z.B. die Bgm.-Ackermann-Str.) 116 km/h fährt?
Oder bei hundert (Landstraße oder B17 zwischen Haunstetten und Univiertel) 175 km/h ?

Ja, bei Verstößen bis 10km/h ist die Regelung vielleicht etwas zu hart, denn wenn ich 80 statt 70 fahre, dann geht definitiv nicht die Welt unter.
Oft sind da selbst die Blitzer „kulant“ eingestellt und es kommt gar kein Strafzettel.

Aber 100+ im Stadt Bereich kann schnell tödlich enden. Wer das Tempolimit um das doppelte verfehlt sollte vielleicht eher die psychologische Eignung zum führen eines Kraftfahrzeugs anzweifeln, 1-2 Monate Fahrverbot sind da viel zu wenig.
Dafür habe ich absolut kein Verständnis!

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03.06.2020

Nein - aber wenn man im 60iger Bereich 70 oder 75 fährt, im 30iger Bereich 35-40 fährt das ist für miuch in Ordnung. Es geht mir nicht um die exorbitanten Übertretungen sondern um die, die nur da sind den Staatssäckel zu füllen ohne ein Jota mehr an Verkehrssicherheit.

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03.06.2020

Wieder die Mär vom Staatsseckel füllen. Erstens decken die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung ungefähr nur die Kosten der selbigen. Nicht nur die Einnahmen anschauen. Auch die Kosten.
Zweitens. Wenn man laut Tacho 35 kmh in einer 30iger-Zone fährt, wird man nicht geblitzt (3 kmh Toleranz + Vorlauf Tacho)! Selbst wenn der Tacho 40 kmh anzeigt, kann es sein, dass man noch gar nicht geblitzt wird bzw. falls doch, ist das Verwarngeld ziemlich gering und wird wahrscheinlich gerade die Verwaltungskosten für den ganzen Vorgang decken.
Bei angeschriebenen Tempo 60 wie auf der B17 geht es um Lärmschutz!!!! Ab 30 bis 50 kmh sind die Reifengeräusche beim Pkw lauter wie der Motor. Bei 70 / 75 kmh ist der Lärm dadurch deutlich lauter wie bei 60 kmh.
Übrigens kann ich nachts teilweise deutlich die A8 hören in den 4 km-Luftlinie Entfernung. Obwohl mehrere Hügel und Wälder dazwischen sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenverkehrsl%C3%A4rm
P.S: Es sterben trotz der verkehrskontrollen ca. 3.000 Menschen jedes Jahr im Straßenverkehr. Bei mindestens 1/3 ist der Grund überhöhte Geschwindigkeit ... von den geringen Abständen ganz zu schweigen. Statt solcher "dumme" Kommentare wie "die sollen doch Verbrecher jagen" abzulassen, einfach vernünftig fahren udn an die Begrnezungen halten. Dann könnten die weniger kontrollien und hätten dann die Zeit um "Verbrecher" zu jagen.

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03.06.2020

@Harald V: Die Standorte, an denen sehr oft geblitzt wird, lassen aber nicht den Verdacht aufkommen, dass diese nur der Verkehrssicherheit bzw. Lärmschutz dienen.

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03.06.2020

daß die meisten schweren oder tödlichen Unfälle auf der Autobahn passieren scheint hier niemanden zu interessieren. Auf unserer Autobahn kann man auf vielen Abschnitten rasen wie man lustig ist. Wenn man ein Tempolimit auf Autobahnen einführen will dann heisst es, es würde nichts bringen. Es ist schon ein wenig schizophren hier in Deutschland.

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03.06.2020

@Andreas T.
Wo oft geblitzt wird, wird automatisch durchschnittlich langsamer gefahren, weil viele damit rechnen dort geblitzt zu werden. Dadurch erhöht sich die Verkehrssicherheit an dieser Stelle automatisch. Auch wird ,wenn an einem Ort die Beanstandungsquoten zurück gehen, nicht mehr so häufig geblitzt.

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03.06.2020

@Horst M: Stimmt nicht. 2018 sind von etwa 3200 Verkehrstoten "nur" ca. 400 auf der Autobahn verunglückt.

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03.06.2020

Autobahnen und Landstraßen / innerorts zu vergleichen ist nach meiner Meinung nicht sinnvoll.
Autobahnen ist der einfachste Verkehr mit "gleichwertigen" Verkehrsteilnehmer. Kein Gegenverkehr, keine Ampeln, Kreuzungen, Fußgänger, Radfahrer, alle fahren in EINE Richtung, in der Regel gut ausgebaut und breite Spuren und relativ übersichtlich, keine parkende Autos, ....
Abstand halten und beim Spurwechsel acht geben. Mehr eigentlich nicht.
Deswegen passiert dort weniger, die durchschnittlichen Folgen bei Unfällen sind natürlich aufgrund der größer freiwerdenden Energie größer.
Aber hier vergleicht man Äpfel mit Birnen.

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