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Prozess in Augsburg

15.10.2015

Polizisten geschlagen: Gericht verurteilt FCA-Ultra zu Geldstrafe

Ein FCA-Fan schlug einen Polizisten - und stand nun vor Gericht.
Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Nach einem Spiel des FC Augsburg II gab es im Oktober vergangenen Jahres Ärger. Ein Fan soll einen Polizisten ins Gesicht geschlagen haben. Nun stand er vor Gericht.

Die Ultrafans aus dem M-Block der Fußballarena sind nicht nur Stimmungsgarant bei den Heimspielen des FC Augsburg in der ersten Liga. Etliche Anhänger sind auch stets bei den Spielen der zweiten Mannschaft des FCA in der Regionalliga mit dabei – und sorgen mitunter für Probleme. So an diesem Samstag, als sie einen Regionalzug mit Fans von Wacker Burghausen stürmen wollten.

Ein älterer Fall beschäftigte nun das Augsburger Amtsgericht: Weil er einem Polizisten im Oktober 2014 einen Faustschlag ins Gesicht versetzt hat, ist ein 29-jähriger Ultrafan zu einer Geldstrafe von 3600 Euro verurteilt worden.

Es war am 14. Spieltag der Regionalliga Bayern. Im Rosenaustadion trennten sich der FCA II und der FC Schweinfurt 1:1. Nach dem Spiel wollten Anhänger beider Seiten – den Ermittlungen zufolge zumeist Ultras – aufeinander losgehen. Beamte des Unterstützungskommandos (USK) der Bereitschaftspolizei konnten beide Fan-Lager mit Mühe trennen. Der nun vor Amtsrichterin Susanne Hillebrand Angeklagte soll bei dem Tumult einem der Polizisten einen Becher Bier ins Gesicht geschüttet und dann einem zweiten Beamten, der ihn festnehmen wollte, die Faust ins Gesicht geschlagen haben. Die Szene war per Video von der Polizei gefilmt worden.

FCA-Fan: "Ich wurde malträtiert"

Der Angeklagte sagte, er habe eigentlich die anderen FCA-Fans beruhigen wollen, dann aber von einem Polizisten einen Schlag ins Gesicht bekommen. Als Reaktion habe er dann das Bier „verschüttet“. „Und dann sind sie auf mich los, ich wurde malträtiert, danach hat mir alles wehgetan“, schilderte er die Reaktion der Beamten aus seiner Sicht. Dass er einen Beamten geschlagen habe, könne er nicht ausschließen. Die beiden Beamten hatten die Attacke aber ganz anders in Erinnerung. „Er hat mir einen Becher Bier zielgerichtet ins Gesicht geschüttet. Ich habe ihm dann einen Stoß mit dem Stock gegen den Oberkörper gegeben“, sagte der 30-jährige Polizist. Sein Kollege, der damals eingegriffen hatte: „Der Angeklagte verpasste mir einen Schlag gegen das linke Kinn“.

Der 29-Jährige – mit fünf, teils einschlägigen Einträgen im Strafregister – wolle sich künftig aus der Szene heraushalten, versprach Verteidiger Werner Ruisinger. Die Richterin verhängte wegen Körperverletzung 90 Tagessätze zu je 40 Euro. Außerdem muss der Fußballfan dem verletzten Polizisten 100 Euro Schmerzensgeld bezahlen.

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