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Newsticker
Ukrainische Führung erwartet im Frühling die heftigsten Gefechte seit Kriegsbeginn
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  3. Prozess in Augsburg: Mann teilt Artikel der "Deutschen Welle" im Netz – und wird dafür verurteilt

Prozess in Augsburg
22.08.2019

Mann teilt Artikel der "Deutschen Welle" im Netz – und wird dafür verurteilt

Ein Asylbewerber aus Tschetschenien teilte im März 2018 diesen Artikel der „Deutschen Welle“. Darin geht es um die Frage, woher die Terrororganisation IS ihre Waffen bezieht. Daraufhin rückte er in den Fokus der Augsburger Justiz.
Foto: Silvio Wyszengrad

Ein 24-Jähriger verbreitet einen Beitrag der "Deutschen Welle" im Internet weiter. Und gerät deswegen in den Fokus der Augsburger Justiz. Es ist ein Fall, der Fragen aufwirft.

Am Montag stand Mokhmad A. vor dem Augsburger Amtsgericht. Es war keine lange Verhandlung, nach Auskunft des Gerichtes erhielt der Mann eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 15 Euro. Das Gericht verurteilte den 24-Jährigen aus Tschetschenien, einer autonomen Republik in Russland, wegen eines Verstoßes gegen das Vereinsgesetz, außerdem sah es als erwiesen an, dass er Gewaltdarstellungen im Internet verbreitet hatte. Ein Routinefall auf den ersten Blick.

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

23.08.2019

Offensichtlich haben viele in Deutschland nicht mitbekommen, warum Menschen flüchten, oder interessiert sie nicht oder bestreiten die Ursachen denn nicht nur Kriege, Putschs usw. sind die Gründe sondern auch Sanktionen, die im Übrigen auch Völkerrechtswidrig sind. Man nennt sie auch Bürokratische Massenvernichtungswaffen
Wirtschaftssanktionen gelten westlichen Politkern als friedliche Alternative zum Krieg. Doch für die Betroffenen sind die Embargos nicht weniger tödlich als Bomben […]
Kaum eine Woche vergeht, ohne dass Politiker unliebsame Herrscher mittels Sanktionen zur Ordnung rufen wollen. Ein beschlagnahmter Tanker am Golf, Gasbohrungen der Türkei nahe Zyperns, Polizeigewalt in Honkong, ein russisches Pipeline-Projekt, ein zu billiger Chinesischer Yuan, amerikanischen Waffenlieferung an Taiwan … Das sind einige der Ereignisse, die allein im vergangenen Monat, Politiker dazu veranlassten, wirtschaftliche Strafmaßnahmen zu fordern oder zu verhängen.
Während Historiker auch noch nach über 2.400 Jahren über die Folgen von Perikles’ Dekret diskutieren, fällt es bei der Geschwindigkeit heutiger Handelsbeschränkungen schwer, überhaupt den Überblick zu behalten. Über 30 Staaten stehen derzeit allein auf der Sanktionsliste der Europäischen Union.
Ganze 8.000 einzelne Strafmaßnahmen haben die USA derzeit verhängt, 2000 allein in den letzten vier Jahren. Über 150 Mal hat der UN-Sicherheitsrat in den letzten zehn Jahren wirtschaftliche Restriktionen beschlossen. Zum Vergleich: Von 1990 bis 1999 gab es insgesamt nur fünf solcher Beschlüsse.
Und noch etwas hat sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert: Kam die Blockade von Handelswegen und Häfen in der Geschichte oftmals einer Kriegserklärung gleich, gelten Sanktionen heute als Mittel der Diplomatie. Als zielgerichtete Instrumente gegen Menschenrechtsverbrecher. Als humanitär motivierte Notmaßnahmen, um Bevölkerungen vor ihren eigenen tyrannischen Herrschern zu schützen. Als friedliche Alternative zum Krieg das ist ein westlicher Mythos quelle Nachdenkseiten

23.08.2019

Die Frage ist eher , warum in Deutschlan offensichtlich jeder Asyl bekommt und sich hier aufhalten darf .

Dieser Mokmad ist ein streng gläubiger Moslem . Damit ist davon auszugehen , daß dieser "Herr" dem Gedankengut der Islamisten (also auch der DAESH / ISIS) nahesteht .

Warum so jemand hier in Deutschland Asyl erhältlich , ist völlig unverständlich !

23.08.2019

Asyl bekommen Menschen die Verfolgung werden. Dies ist auch eine Lehre aus der Zeit der Naziregierung. Dabei ist der Glaube kein Ablehnungsgrund. Wenn in Deutschland nur Arier Asyl bekämen wäre ja der Asylgedanke ad absurdum geführt.
Näheres dazu ist dem Grundgesetz zu entnehmen.
Falls der Angeklagte ein IS Anhäger ist hat er aus meiner Sicht in Deutschland nichts verloren. Aber aus seinem Glauben zu schließen er sei IS Anhänger ist doch eine sehr verbohrte Ansicht.

23.08.2019

lt. DW ist er ein abgelehnter Asylbewerber; aktuell Klage dagegen

23.08.2019

Das ist zweitrangig. Die Frage ist, wieso Deutschland an alle auch an Despoten Waffen liefert, wieso sich indirekt an Kriege beteiligt. Aber das offensichtlich finden Sie in Ordnung? Warum sonst finden bei Ihnen die Ursachen für Flucht ob nun wegen illegalen Kriegen, oder ökonomischen Erpressungen, kein Platz?
Denn die westliche Lebensweise sind deren Fluchtursachen, würde der Westen nicht Flüchtlinge sondern die Fluchtursachen bekämpfen, würden die Menschen auch nicht flüchten. Der Westen zerstört deren Heimat schon seit Hunderten von Jahren, aber davon nimmt man im Westen im besten Fall keine Notiz, im schlimmsten Fall werden die Ursachen geleugnet. Wir haben Kriege und Sklaverei ganz perfekt. Der westliche Wohlstand steht auf Leichenberge, und es werden täglich mehr.
Angesichts der Monstrosität, die der Westen „Freihandel“ nennt. Das schmutzige Spiel heißt Globalisierung, und der Westen hat das Ganze perfekt auf westliche Bedürfnisse ausgerichtet. Aber das geht ja auch schon mindestens 600 Jahre so, als 1444 die ersten Sklaven Schiffe in Lissabon eintrafen.

23.08.2019

@ Matti I.

Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen deutschen Rüstungsexporten und Fluchtbewegungen.

Viele Regionen in der Welt importieren deutsche Waffen und es herrscht trotzdem Frieden.

Gerade Menschen aus dem linken Spektrum blenden die Bedeutung der russischen AK 47 als Massenvernichtungswaffe aus.

https://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/ak-47-geburtstag-einer-todesmaschine-a-493106.html

>> Doch anderswo steht sie vor allem für Bürgerkrieg, Befreiungskampf und Terrorismus. Die enorme Widerstandsfähigkeit der AK-47 bei Regen, Schlamm, Sand und Schnee macht sie zur liebsten Waffe der Rebellenbewegung. Aus einem einfach Grund: Sie ist billig und schlichtweg unkaputtbar. <<

>> Die AK-47 wurde gar zur einzigen Waffe, die jemals in Staatsembleme aufgenommen wurde: Sie ist auf denen von Mosambik, Osttimor und Zimbabwe zu sehen. Auch die libanesische Hisbollah führt sie in ihrem Wappen. <<

Die UNO stellt hier eine gute Übersicht über die verschiedenen Gewehre zu Verfügung; die "deutsche" Waffenproduktion ist von den Zahlen her wenig relevant.

https://www.unicef.de/download/9028/8200a01ec3cd55e3bccd246703315e59/i0068-kleinwaffen2006-02-pdf-data.pdf

Beim "deutschen" G3 gab es erhebliche Lizenzproduktionen in allen Teilen der Welt. In vielen dieser Länder gibt es keine Probleme; in manchen Gegenden gibt es dagegen wieder Probleme. Die Waffenindustrie läuft aber trotz linker Regierungsbeteiligungen einfach weiter - es wäre ja "rassistisch" bestimmte Regionen der Welt von der Lieferung auszuschließen.

22.08.2019

>> ... seine Anwältin sagte gegenüber der Deutschen Welle, ihr Mandant habe mit jenem Repost des Artikels gerade zeigen wollen, dass er den IS ablehne. <<

Das kann man jetzt aus dem Artikel und seinen Aussagen nicht nachvollziehen:

>> Mokhmad A. postete dazu auf Russisch: „Ich weiß nicht, wo und was geliefert wurde, aber das Foto zeigt Kalaschnikow-Gewehre.“ <<

Sorry, wo ist hier die Ablehnung des IS erkennbar?

Den letzten Satz im Artikel kapiere ich nicht:

>> Für die Augsburger Staatsanwaltschaft spielte offenbar auch eine Rolle, dass der 24-Jährige den Beitrag der Deutschen Welle kommentierte. Im ursprünglichen Strafbefehl allerdings wurde darauf kein Bezug genommen. Wegen Gewaltdarstellungen im Internet wurde der Mann verurteilt, da er zwei Videos auf Facebook teilte, auf denen offenbar zu sehen sein soll, wie israelische Soldaten Hunde gegen einen palästinensischen Teenager einsetzen. <<

Ist das bereits das zweite Verfahren gegen diesen Mann?

23.08.2019

Ohne Kenntnis des Artikels und ggf. anderer Kommentare zu diesem kann man m.E. überhaupt keine Schlüsse ziehen, was der Angeklagte ggf. wollte oder nicht wollte. Die Aussage an sich ist eine reine Sachaussage. (Es könnte z.B. auch Kritik daran gewesen sein, dass der IS an Kalaschnikows kommen kann)

Ich persönliche halte den Umstand, dass man sich durch das Weiterverbreiten einer Pressemeldung (mit Foto) und einer derartigen Aussage wie getätigt strafbar machen kann für erschreckend. Wie im Fall mit dem Münchner Musiker trifft es da eher wieder die Falschen. Die Justiz befasst sich mit derartigen Lächerlichkeiten - für die wirklichen Hetzer und Demagogen fehlt dann die Zeit.

Bei Maria T. muss man zum wiederholten Male feststellen, dass sie unser Grundgesetz nicht kennt oder es nicht akzeptieren will. Weil jemand strenggläubiger Moslem ist, ist man automatisch Terroristen nahestehend? Starker Tobak.

22.08.2019

Lieber Gott, bitte, bitte, schmeiß Hirn vom Himmel und ziele bitte genau!!!!

22.08.2019

Medien-und Meinungsfreiheit ade in der DDR 2.0. Soweit ist es in Deutschland gekommen.