Newsticker

Corona-Zahlen in Deutschland: Rund 11.000 Neuinfektionen gemeldet
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Raub auf Taxifahrer scheitert - Täter überwältigt

Augsburg-Göggingen

16.02.2015

Raub auf Taxifahrer scheitert - Täter überwältigt

Am Sonntag haben zwei Männer einen Taxifahrer in Göggingen überfallen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein Taxifahrer wurde am Sonntagabend in Göggingen Opfer eines Raubüberfalls. Durch sein beherztes Eingreifen konnte einer der beiden Täter gefasst werden.

Zwei Männer haben am späten Sonntagabend in Göggingen einen Taxifahrer überfallen. Ein 23-Jähriger hatte sich zusammen mit einem bisher noch unbekannten Mann dorthin ein Taxi bestellt. Als das Taxi eintraf, riss der Unbekannte die Beifahrertür auf und richtete ein Pfefferspray auf den Fahrer. Der 23-jährige Mann öffnete im gleichen Moment die Fahrertür und bedrohte den Fahrer mit einer Waffe. Die beiden Männer forderten Geld von dem Taxifahrer. Nach Angaben der Polizei unterstrich der 23-Jährige diese Forderung mit einem Schuss in die Luft. Anschließend stahl er den Geldbeutel des fast 50-jährigen Taxifahrers aus dem Auto. Sein Komplize sprühte Pfefferspray in das Fahrzeuginnere und rannte weg.

Taxiraub: Der 23-jährige Täter fällt wegen eines Schneehaufens

Der 23-jährige Täter gab noch einmal einen Schuss mit seiner Waffe ab. Dann flüchtete er. Er kam nicht weit. Er fiel über einen Schneehaufen. Das nutzte der Taxifahrer. Er überwältigte den Räuber und entwaffnete ihn. Eine Anwohnerin wurde offenbar durch die Schüsse aus der Schreckschusswaffe auf den Vorfall aufmerksam und verständigte die Polizei. Der überwältigte Täter war bei seiner Festnahme mit über 1,2 Promille alkoholisiert. Angaben zu seinem geflüchteten Mittäter wollte er nicht machen. Der 23-Jährige, der schon andere Delikte auf dem Kerbholz hat, wird noch am Montag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Der Taxifahrer blieb bei dem Handgemenge unverletzt. Die Polizei macht darauf aufmerksam, dass seine Vorgehensweise dennoch nicht immer zu empfehlen ist. Auch wenn er offenbar erkannt hatte, dass es sich nicht um eine scharfe Waffe handelte und deshalb eingriff. Auch aus dem Umgang mit Schreckschusswaffen können schwere Verletzungen resultieren, warnt die Polizei. AZ

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren