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Augsburg

24.07.2017

Rekordtempo für großen Forschungsbau

Nur zehn Monate nach der Grundsteinlegung ist der Rohbau des neuen MRM-Baus fertig. Gestern war Richtfest.
Bild: Michael Hochgemuth

An der Universität entsteht ein neues Forschungsgebäude. Geforscht wird hier später an Rohstoffen. Warum das auch Verbrauchern helfen soll.

Es ist ein Gebäude, in dem Fragen der Zukunft erforscht werden. Beispielsweise geht es darum, wie Autobauer oder Computerhersteller weiter zu erschwinglichen Preisen für Verbraucher produzieren können, auch wenn Rohstoffe immer knapper werden. Wichtig sind nachhaltige Produktionsprozesse. Und diese sind das große Thema für Ressourcen-Forscher in Augsburg. Die Wissenschaftler bekommen nun an der Universität einen eigenen Neubau für „Materials Ressource Management“ (MRM).

Das Projekt ist weit fortgeschritten. Nur zehn Monate nach der Grundsteinlegung ist bereits der Rohbau fertig. Am Montag war Richtfest. Ende 2018 soll der Bau seinen Nutzern übergeben werden. Der Freistaat errichtet das Gebäude mit rund 11000 Quadratmetern Fläche und vier Geschoßen im Süden der Universität. Die Kosten liegen bei 43,2 Millionen Euro. Die Projektleitung liegt beim Staatlichen Bauamt Augsburg. Für Planung und Bauleitung sind die Dresdner Architekten Code Unique zuständig.

Ziel: Effizienz und Nachhaltigkeit

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Der Neubau soll Wissenschaftlern der Uni und Hochschule Augsburg moderne Arbeitsmöglichkeiten bieten. Die Forscher entwickeln innovative Strategien für die effiziente und nachhaltige Nutzung von Ressourcen, Materialien und Produkten. Sie brauchen Platz für neue Lehrstühle, Büros, Labors und Versuchshallen sowie Lehr- und Seminarräume.

Der Neubau wird künftig die beiden universitären Forschungsbereiche „Materialien und Ressourcen“ sowie „Produktion und Software“ beherbergen. Dort werden auch die Studierenden der beiden ingenieurwissenschaftlich-technischen Studiengänge Wirtschaftsingenieur sowie Ingenieur-Informatik ausgebildet. Außerdem wird es dort einen Kooperationsbereich mit der Hochschule Augsburg geben. Er wird Spezialräume für Versuchsstände, eine Versuchshalle und ein Labor für zahlreiche Forschungsarbeiten haben, etwa für Faserverbund, Energieinformatik, Rechnertechnik oder Automation.

Lob für Augsburg

Bayerns Baustaatssekretär Gerhard Eck sprach am Montag von einem weiteren wichtigen Meilenstein für Augsburgs Entwicklung als Technologiestandort. Mit der Erforschung und Entwicklung zukunftsweisender und ressourcensparender Materialien und Technologien habe sich die Universität Augsburg bereits einen exzellenten Ruf erarbeitet. Das Gebäude wurde in räumlicher Nähe zur Fraunhofer-Gesellschaft und zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt angesiedelt. Das spiegle die Vernetzung universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen wieder, so Eck. Auch zwischen der Universität und der Hochschule Augsburg wird es dort Kooperationen geben. Von dem MRM-Bau werden aber auch Studenten profitieren. Die stark nachgefragten interdisziplinären Studiengänge „Wirtschaftsingenieurwesen“ und „Ingenieurinformatik“ sollen in dem Gebäude optimale Bedingungen bekommen. Vorgesehen ist eine moderne Lehrinfrastruktur mit Seminar- und Übungsräumen. Außerdem wird es dort einen Hörsaal mit 120 Plätzen für die technischen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge geben.

Über den Baufortschritt im Rekordtempo freuten sich gestern der Leiter des Staatlichen Bauamtes, Ulrich Blickle, und Oberbürgermeister Kurt Gribl. Das neue Projekt zeige auch, dass die Universität Augsburg nicht nur im Bereich Medizin wachse, sondern in vielen Fächern, sagte Präsidentin Sabine Doering-Manteuffel. Hochschulpräsident Gordon Thomas Rohrmair freut sich schon auf Kooperationsprojekte im MRM-Bau.

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