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Augsburg

25.05.2016

Roboter ermahnt Raucher am Augsburger Königsplatz

So sieht der Roboter der Stadtwerke aus.
Bild: Thomas Hosemann

Die Stadtwerke setzen am Königsplatz einen kleinen Helfer ein. Der Roboter soll aber nicht nur auf das Rauchverbot an Haltestellen achten.

Er hat einen eckigen, blauen Bauch und schwarze Stielaugen, die irgendwie niedlich dreinschauen. Seit der vorigen Woche setzen die Stadtwerke am Königsplatz einen kleinen Roboter ein. Er soll dabei helfen, das Rauchverbot am Haltestellendreieck durchzusetzen. Dazu trägt der Roboter ein Schild bei sich, auf dem auf das Verbot hingewiesen wird. Die ersten Reaktionen von ertappten Rauchern sind positiv.

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Die Idee, einen Roboter herumfahren zu lassen, kam spontan in einer Sitzung bei den Stadtwerken. „Sie entstand aus einer Diskussion heraus“, erzählt Stadtwerke-Sprecherin Stephanie Lermen. Konstruiert wurde das kleine Gerät, das Erwachsenen in etwa bis zu den Knien reicht, dann von Mitgliedern des Augsburger Vereins Open Lab. Dort haben sich Hobby-Tüftler zusammengeschlossen, die kreativ mit Technik arbeiten wollen. Im Grunde funktioniert der Roboter ähnlich wie ein ferngesteuertes Spielzeugauto. Mitarbeiter des Werbe-Teams der Stadtwerke sind immer in Sichtweite, wenn der kleine Helfer im Einsatz ist – und steuern ihn mittels einer Fernbedienung.

Wie reagieren die Fahrgäste?

Am Donnerstag und Freitag vorige Woche fuhr der Roboter zum ersten Mal seine Runden am Haltestellendreieck. Die Reaktionen der Kö-Besucher haben die Stadtwerke in einem kurzen Film zusammengefasst, den sie im Internet veröffentlicht haben. Viele Passanten schauen zuerst überrascht. Den Meisten huscht dann aber rasch ein Lächeln übers Gesicht. Ein Mann drückt schnell seine Zigarette aus, als er die Botschaft sieht. Und er streichelt dem Roboter beim Weggehen noch zärtlich über den Kopf. Das Kalkül, dass der Roboter auf charmante Weise den Rauchern auf die Sprünge hilft, scheint aufzugehen. Er soll aber nur hin und wieder und nicht täglich im Einsatz sein.

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Das Rauchverbot am Kö gilt zwar bereits seit zweieinhalb Jahren. Es wurde nach dem Umbau des Haltestellendreiecks eingeführt. Schilder an den Zugängen weisen darauf hin. Doch viele Passanten halten sich trotzdem nicht daran und qualmen weiterhin an den Bahnsteigen. Bußgelder zu verhängen ist schwierig, da es sich um ein Gelände der Stadtwerke handelt und nicht um einen öffentlichen Platz. Der Roboter soll künftig allerdings nicht nur Raucher ermahnen. Er könnte auch Werbebotschaften präsentieren oder zum Hingucker bei Messen werden. Was den Stadtwerken allerdings noch fehlt, ist ein Name für den Helfer.

Namenssuche für den Roboter läuft

Deshalb haben sie im sozialen Netzwerk Facebook einen Namenswettbewerb ausgerufen. Bis am Dienstagnachmittag sind bereits fast 300 Vorschläge eingegangen – sie reichen von „Zirbeli“ über „Köboter“ bis zu „Robocop“ – in Anlehnung an den bekannten Filmtitel und seine Aufgabe als Raucherpolizei. In den nächsten Tagen wollen die Stadtwerke entscheiden, welcher vorgeschlagene Name aus ihrer Sicht am besten zu dem Technik-Männchen passt.

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Die Diskussion ist geschlossen.

25.05.2016

Nennt das Gerät doch einfach (Verbalinjurie/edit). Sind wir wirklich schon soweit, das wir uns von einem Blechheiner was vorschreiben lassen müssen

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