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Eklat

02.07.2018

SPD-Chefin fordert eine Entschuldigung

Ulrike Bahr

Hans-Peter Friedrich (CSU), Vizepräsident des Bundestags, hat mit einer Nachricht auf Twitter viele Augsburger verärgert. Was andere Politiker sagen.

Auch die Augsburger SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr ist empört über die pauschale Diffamierung der bis zu 6000 Menschen, die am Samstag in Augsburg auf die Straße gegangen sind, durch den Bundestags-Vizepräsidenten Hans-Peter Friedrich (CSU). Der frühere Bundesinnenminister hat in mehreren Statements über den Kurznachrichtendienst Twitter die Demonstranten als „Linksfaschisten“ bezeichnet. Der Grund dafür war, dass eine kleine Gruppe von rund 20 Linksautonomen vergeblich versucht hatte, OB Kurt Gribl (CSU) mit Eiern, Tomaten und Plastikflaschen zu bewerfen. Umstehende Demonstranten hatte sofort eingegriffen und die Chaoten gestoppt.

Die Augsburger SPD-Vorsitzende sagt: „Was Hans-Peter Friedrich getwittert hat, ist mit der Würde des Amtes eines Vizepräsidenten im Bundestag nicht zu vereinbaren. Er benutzt vielmehr das Vokabular der Rechtspopulisten.“ Ulrike Bahr stellt außerdem fest: „Es stünde Friedrich gut zu Gesicht, wenn er verbal abrüstet und sich bei den Tausenden entschuldigt, die friedlich für Demokratie und Menschenwürde auf die Straße gegangen sind.“

Nach den Ausfällen vom Sonntag hat sich der CSU-Politiker bislang allerdings nicht mehr zu dem Thema geäußert. (jöh)

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.07.2018

Für die SPD-Chefin ist nur der Demokrat, der die Meinung der SPD und der Grünen vertritt. Wir sind Rechte?
Der Nahverkehr war still gelegt, Menschen konnten trotz Fahrkarte nicht zu den Zügen. Die AfD saß in der Messehalle, die haben nichts blockiert.

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02.07.2018

Es haben übrigens wesentlich mehr als 20 "Linksautonome" versucht, den Redebeitrag von Herrn Gribl durch Lärm zu stören und unverständlich zu machen. Die Meinungsfreiheit ist inzwischen auch von Links bedroht - das gilt es klar anzusprechen, auch wenn das bei rotgrün zu solchen aufgeregten Reationen führt.

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02.07.2018

>> Der Grund dafür war, dass eine kleine Gruppe von rund 20 Linksautonomen vergeblich versucht hatte, OB Kurt Gribl (CSU) mit Eiern, Tomaten und Plastikflaschen zu bewerfen. <<

Warum spricht die Presse von Linksautonomen und nicht von Linksextremisten? Hat schon wer von Rechtsautonomen gehört, oder sagt man da dann gleich Nazis?

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