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Augsburg

11.01.2020

SPD hakt beim Theater nach: Wird der Umbau teurer?

Das Große Haus des Staatstheaters Augsburg wird derzeit saniert. Doch reicht das Geld, das dafür veranschlagt ist?
Foto: Silvio Wyszengrad

Das Große Haus wird derzeit saniert, der Kostenrahmen ist abgesteckt. Doch wird es bei diesen Ausgaben bleiben?

Die SPD-Stadtratsfraktion will Klarheit von der Augsburger Stadtverwaltung darüber haben, ob die Kosten für die Sanierung des Theaters eingehalten werden. 113,5 Millionen Euro sind für die Ertüchtigung des Großen Hauses, wo seit über einem Jahr die Vorarbeiten für die Sanierung laufen, derzeit veranschlagt. Allerdings war immer wieder gemutmaßt worden, dass es angesichts von Baupreissteigerungen und unvorhergesehener Hindernisse am Ende teurer werden könnte. Die Stadt hatte entgegnet, dass man das Gebäude so gut vorab untersucht habe, dass böse Überraschungen unwahrscheinlich seien.

Die SPD will nun in einer Anfrage wissen, ob der Kostenrahmen und der Zeitplan eingehalten werden können. Seitens der Stadt hatte es in der Vergangenheit geheißen, dass man noch keine Aussage zu den Kosten treffen könne, weil Arbeiten an Baufirmen und Handwerker noch in keinem ausreichenden Maße vergeben worden seien. Mit dem Start der eigentlichen Sanierung des Großen Hauses, die in diesem Jahr beginnen soll, dürfte sich dies aber geändert haben, vermutet die SPD.

Die Theatersanierung im großen Haus
29 Bilder
Baustellenrundgang: Bilder vom Stand der Theatersanierung
Foto: Silvio Wyszengrad

Die Theatersanierung ist auf zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Neben der Sanierung des denkmalgeschützten Baus am Kennedyplatz (Bauteil I) ist auch ein Erweiterungsbau mit Verwaltung, Probebühne und Werkstätten (Bauteil II) vorgesehen. Hier war im Sommer bekannt geworden, dass es mindestens zu Mehrkosten von 20 Millionen Euro kommen dürfte (92 statt 72 Millionen Euro), wobei die Zahlen noch durchgerechnet werden müssen. Das Thema soll im Frühjahr wieder in den Stadtrat kommen, hieß es im vergangenen Sommer.

Seitens der SPD beharrt man auf dem Kostendeckel von 186 Millionen Euro für die gesamte Sanierung, der in früheren Debatten festgelegt worden war. Man erwarte Einsparvorschläge für den Bauteil II, um wieder auf die richtige Spur zu kommen. Die SPD hatte dafür zuletzt ins Gespräch gebracht, die momentanen Interimsspielstätten des Theaters im Martinipark und am Gaskessel weiter zu nutzen und so Geld am Neubau zu sparen. Auch die Grünen wollten zuletzt eine umfassende Abwägung haben. (skro)

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