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Schimpansen-Streit: Augsburgs Zoodirektorin macht sich angreifbar

Kommentar Von Eva Maria Knab
20.11.2020

Plus Mit dem Problem, den Tierschutz für die Augsburger Schimpansen zu verbessern, geht Barbara Jantschke sehr widersprüchlich um.

Man kennt Direktorin Barbara Jantschke als eine zupackende Frau, die den Augsburger Zoo weit nach vorne gebracht hat. Sie sorgte (mit Unterstützung der Zoofreunde und der Stadt) für eine konsequente Modernisierung veralteter Gehege und für steigende Besucherzahlen. Doch nun bringen die Corona-Krise und deren Folgen den städtischen Zoo bei der dringend nötigen Modernisierung des Schimpansen-Geheges ins Schleudern - und die Direktorin macht bei der Suche nach Lösungen bislang keine gute Figur.

Gehege für Schimpansen im Augsburger Zoo ist veraltet

Als im Oktober öffentlich bekannt wurde, dass die Anlage in keiner Weise mehr dem modernen Tierschutz genügt und dem Zoo das Geld für eine Sanierung fehlt, bekam die Direktorin das Angebot, die Affen in eine Auffangstation in Wales abzugeben. Aus Jantschkes Antwortschreiben, das unserer Redaktion vorliegt, geht hervor, dass sie nicht den direkten Austausch mit dieser Einrichtung suchte. Offenkundig hatte sie gar kein Interesse, sich selbst ein Bild von den Verhältnissen dort zu machen. Gleichzeitig klagt die Zoodirektorin öffentlich darüber, dass sie seit Jahren einen besseren Platz für die Affen suche, aber nicht finden könne.

Mit diesem widersprüchlichen Kurs macht sich Barbara Jantschke angreifbar. Wenn sie stattdessen eine neue Lösung für Coco, Akemo und Nicky im Augsburger Zoo finden will, dann muss diese Alternative im Sinne des Tierwohls überzeugend sein.

Lesen Sie auch den zugehörigen Artikel: Streit um die Abgabe der Augsburger Zoo-Schimpansen

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