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Jens Spahn verteidigt Corona-Teststrategie der Bundesregierung
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Schwieriger Impfstart: Zu große Hoffnungen geweckt

Kommentar Von Jörg Heinzle
19.01.2021

Die Stadt Augsburg hat den Impfstart gut vorbereit, umso ärgerlicher sind jetzt die Verzögerungen und Probleme.

Die Verzögerungen und Probleme bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus sind äußerst ärgerlich. Mancher in der Politik hat mit dem Verweis auf den Impfstart auch zu große Hoffnungen geweckt. Hoffnungen, dass die Pandemie nun schnell in den Griff zu bekommen und ein normales Leben schon in Kürze absehbar ist. Gegenwärtig zeigt sich: So schnell wird die Entspannung nicht kommen. Erst einmal wird verlängert, verschärft – und beim Impfen vertagt. Dass bei einem Projekt diesen Ausmaßes nicht alles glatt laufen wird, ist nachvollziehbar. Andererseits hat der Freistaat doch monatelang Zeit gehabt, sich auf eine Impfkampagne vorzubereiten.

Impfzentrum: Augsburg hat seine Aufgaben erledigt

Die Kommunen trifft hier keine Schuld. Sie haben sich um die Einrichtung der Impfzentren gekümmert – und das ist im Augsburger Fall auch gut gelungen. Die Stadt und der Betreiber haben realistisch geplant. Es war auch vernünftig, nicht von Anfang an die Kapazitäten für tausende Impfungen pro Tag zu schaffen, wo doch ohnehin klar war, dass es zunächst nicht allzu viele Impfdosen geben wird. Kritik daran, die es anfangs gab, ist schnell verstummt. Der Freistaat und die führenden Köpfe in der Staatsregierung waren zuletzt recht schnell dabei, die Kommunen für mögliche Fehler und Versäumnisse in der Corona-Bekämpfung zu kritisieren – etwa bei der Ausstattung der Gesundheitsämter oder der Kontrolle der Pflegeheime. Wie so oft zeigt sich: Es ist einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen, als es selbst besser zu machen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Augsburger Senioren müssen weiter auf den Start ihrer Impfungen warten

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20.01.2021

Der Impstoff würde sicher für mehr Personen die ihn dringen brauchen ausreichen, wenn nicht großflächig auch Personen geimpft würden, die laut Impfverordnung eigentlich Kategorie 2 oder 3 zuzuordnen wären. So sind größere Teile von Polizei und Feuerwehr bereits geimpft (obwohl laut laut impfverordnung lediglich kategorie 2 bzw. 3), während über 80 jährige sowie tätige im ambulant medizinischen bereich noch auf die Impfung warten.
Ich finde es skandalös, wie sich aktuell über die geltende Verordnung des Bundes hinweggesetzt wird und mit dem Leben von gefährdeten Personengruppen gespielt wird.

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