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Jugend forscht

21.02.2018

So passen mehr Dosen in die Tonne

Projekte von Schülern und Auszubildenden beschäftigen sich mit Programmen, die einem den Alltag erleichtern, einer Kopfüberflasche oder der Duftwahrnehmung von Bienen

Benjamin Götz ( Buchdorf), Jakob Schaller (Wallerdorf) und Johannes Happacher ( Hollenbach) vom MAN Ausbildungszentrum haben einen Dosenquetscher für die Entsorgung von Spraydosen konstruiert. Mit dem Dosenquetscher entlüften die angehenden Industriemechaniker die Spraydosen und pressen sie zusammen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass so mehr Dosen in eine Tonne passen, erklärt Happacher. Durch das Entlüften – die Erfindung sticht dazu ein kleines Loch in das Metall – müssen die Dosen nicht mehr in den Sondermüll, sondern können wesentlich günstiger im Altmetall entsorgt werden.

Ein Gadget für Hundefreunde, das den geworfenen Ball ausfindig macht, haben Maximilian Claßen ( Friedberg), Lukas Walter ( Königsbrunn) und Jonas Birkeneder ( Mering) vom MAN Ausbildungszent-rum entworfen. Der „Hundeballfinder“ entlaste den Geldbeutel des Herrchens und vermeide ungewolltes Zerhäckseln des Balls. Das Spielzeug ist mit einem GPS-Tracker ausgestattet, der über Bluetooth per Handyapp lokalisiert werden kann.

Mit der Kopfüberflasche lässt sich auch der allerletzte Tropfen Flüssigkeit aus einer Flasche holen. Dennis Hihler ( Affing), Florent Kuci (Königsbrunn) und Simon Fischer ( Zusmarshausen) vom MAN Ausbildungszentrum haben den Schlauch, über den die Flüssigkeit aus einer Flasche entnommen wird, mit einem Gewicht beschwert, um die Flüssigkeitsentnahme zu erleichtern.

Leonie Prillwitz (Friedberg) vom Maria-Ward-Gymnasium und Aurelie Zimmermann (Egling) vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien sind der Frage nachgegangen, wie sich beim Waschen die Menge von Mikroplastik aus Kleiderfasern eindämmen lässt. Ein spezieller Wäschesack dient als Filter, der verhindert, dass die Partikel in das Abwasser gespült werden.

Die faszinierende Duftwahrnehmung von Honigbienen hat Alisa Büschel (Friedberg) vom Maria-Ward-Gymnasium genauer unter die Lupe genommen. Die Lernfähigkeit der Bienen, zu erkennen, aus welcher Richtung ein Duft kommt, hat die Schülerin mit Experimenten zur Duftkonditionierung erforscht.

Magdalena Rösch ( Neusäß) und Alina Rau (Gersthofen) vom Maria-Ward-Gymnasium haben sich mit dem wachsenden Trend von Freizeitimkern in Städten beschäftigt. „Urban Beekeeping“ bietet viele Vorteile, da das Nahrungsangebot für Bienen in Städten reichhaltiger ist als im ländlichen Raum.

Die jahrelange Diskussion über die Elbvertiefung und ihre ökologischen Folgen hat Leandra Klupsch (Dinkelscherben) vom Maria-Ward-Gymnasium in einem Modell veranschaulicht.

Fabian Siegel ( Augsburg) vom städtischen Jakob-Fugger-Gymnasium zeigt in seinem Projekt, wie Mathematik und Informatik in Spiel und Alltag ihren Platz haben. Mit seinem selbst entwickelten Algorithmus kann man das Strategiespiel „Tic Tac Toe“ (Drei gewinnt) gegen den Computer spielen.

„MorningBot“, ein Computerprogramm von Benedikt Weinheimer (Stadtbergen) und Michael Fried (Neusäß) vom Jakob-Fugger-Gymnasium erleichtert Schülern den Start in ihren Tag. Auf der Webseite kann der Nutzer das Programm individuell auf seine Bedürfnisse anpassen. Das Programm könne aber weit mehr als nur kreativ Wecken oder das digitale Stundenplansystem der Schule abrufen, sagt Michael. „,MorningBot‘ kommuniziert mit dem Nutzer und reagiert auf seine Stimmung“, sagt Benedikt. Die Idee stamme aus dem Informatikunterricht, allerdings hätten sie nie erwartet, dass eine so tolle Anwendung dabei herauskommt, sagen die Schüler.

Den sicheren Aufstieg bei Skibergsteigen oder Skitourengehen haben sich Hanna und Andrea Sterzik (Augsburg) vom Stetten-Institut zum Thema gemacht. Sie haben die Hafteigenschaften verschiedener Steigfelle untersucht.

Aaron Erhardt (Klosterlechfeld) vom Gymnasium bei St. Stephan nimmt dieses Jahr schon zum fünften Mal am Jugendwettbewerb teil. In 2015 konnte er sogar den Landeswettbewerb mit einer Variante seines diesjährigen Projektes für sich entscheiden. Er stellt ein auf Ultraschallsensoren basierendes System zur genauen Positionsbestimmung von Drohnen und zur Steuerung von Robotern vor. Die ursprüngliche Idee hatte der Schüler, als er mit seinem Rasenmäher experimentierte. „Eine Orientierung über Ultraschallimpulse ist viel präziser als mit GPS“, sagt Aaron. Die Technologie hätte vor allem in Innenräumen viele Vorteile, weil GPS dort nicht funktioniert.

Die intelligente Tablettendose ist ein Projekt, das Timo Schuster (Augsburg) vom Maria-Theresia-Gymnasium ins Leben gerufen hat. Der Schüler hatte bereits drei Jahre in Folge mit anderen Varianten der Pillendose an Wettbewerben teilgenommen. Im letzten Jahr hatte er sogar den Regionalwettbewerb bei Jugend forscht gewinnen können. Die clevere Dose mit Sensor erkennt, ob Medikamente tatsächlich eingenommen wurden, und protokolliert die Entnahme. Das Projekt besteht aus einer Tabletten-Box mit Monitor und einem Armband, das ein akustisches Signal abgibt, um den Patienten an die Einnahme der Pillen zu erinnern. „Mediminder habe ich ursprünglich für meine Oma entwickelt“, sagt Timo. Es gäbe zwar schon Pillendosen, die ein Signal abgeben würden, doch wenn sich ein Patient nicht im selben Raum befindet, hätte das wenig Sinn. Besonders interessant sei die E-Mail-Funktion“, sagt er. „Werden Tabletten nicht innerhalb einer Stunde eingenommen, würden Angehörige per Mail benachrichtigt und könnten den Ursachen auf den Grund gehen.“ Das Projekt habe einige Arbeitsstunden in Anspruch genommen und in Bezug auf das Zeitmanagement eine sehr genaue Planung vorausgesetzt.

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