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Augsburg

16.01.2020

So soll die Außenstelle der Landeszentrale in Augsburg aussehen

Nun gibt es neue Details des bayerischen Kultusministeriums, wie die Außenstelle der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in Augsburg aussehen soll. Demnach soll in der Stadt eine „Ideenschmiede“ für bayernweite Projekte der politischen Bildung im Netz entstehen.

Die Außenstelle der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit kommt in kleinerem Maßstab nach Augsburg als zunächst angekündigt. Das sorgt auch für Kritik.

Dass die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit eine neue Außenstelle in Augsburg eröffnen wird, ist schon länger bekannt. Unklar war bislang, wie die Arbeit der neuen Außenstelle konkret aussehen soll. Dazu gibt es neue Details aus dem Kultusministerium. Danach soll in Augsburg eine „Ideenschmiede“ für bayernweite Projekte der politischen Bildung im Internet entstehen. Allerdings in einem kleineren Rahmen, als Ministerpräsident Markus Söder vor der Landtagswahl 2018 angekündigt hatte.

Augsburg: Aufgabe ist politische Bildung "im Netz"

Kultusminister Michael Piazolo ( Freie Wähler) spricht von einem „innovativen Konzept“, das zusammen mit der Stadt Augsburg entwickelt worden sei. Danach wird sich die Landeszentrale in Augsburg vornehmlich der neuen Aufgabe der politischen Bildung „im Netz“ widmen und ihre digitale Bildungsarbeit mit einem Fokus auf den Bereich der Extremismusprävention von hier aus maßgeblich steuern. Zudem sollen auf Basis einer engen Kooperation mit der Stadt Augsburg attraktive Angebote für andere Städte und Gemeinden entwickelt werden, die bayernweit nutzbar sind.

Oberbürgermeister Kurt Gribl ( CSU) verspricht sich einiges von der neuen Außenstelle. Sie werde Perspektiven für eine spannende Netzwerkkooperation mit den unterschiedlichsten Einrichtungen vor Ort eröffnen– ähnlich wie „miteinander kommunizierende Röhren“. Ziel sei, in Augsburg neue Formate zu entwickeln. Davon sollen Stadt, Schulen, Universität und Hochschule profitieren.

So soll die Außenstelle der Landeszentrale in Augsburg aussehen

Gribl: Friedensstadt Augsburg als idealer Standort

Auch als Friedensstadt sei Augsburg der ideale Standort, um zu ermitteln, wie die Werte für ein gelingendes urbanes Miteinander weitergegeben werden können, so Gribl. Die Außenstelle werde auch Extremismusprävention betreiben, dies habe Signalcharakter. In Augsburg sollen auch Projekte und Konzepte für ein bayernweites Angebot im Bereich der kommunalen politischen Bildung erprobt werden. Drei Projekte wurden ausgewählt: die Augsburger „Medienscouts“, der in Augsburg bereits etablierte „Lernort Rathaus“ und das neue Modellprojekt „Friedensstadt“. Bei allen Formaten ist eine bayernweite Fortentwicklung der Projektarbeit geplant.

Die neue Außenstelle der Landeszentrale soll mit zahlreichen Partnern der Augsburger Bildungslandschaft zusammenarbeiten, insbesondere mit der Universität Augsburg. Im Bereich der digitalen Bildungsarbeit wird sie zudem die geplante Zusammenarbeit mit den sogenannten „BayernLabs“ koordinieren. Diese öffentlich zugänglichen digitalen Bildungseinrichtungen des Freistaats sind flächendeckend in ganz Bayern als „IT-Labore“ und Schaufenster für digitale Innovation verteilt. Aktuell gibt es acht Standorte, 13 Standorte sollen es im Endausbau werden.

Diese BayernLabs sollen in den ländlichen Regionen eine Brücke in die schnelllebige und komplexe IT-Welt bauen. Sie bieten modernste Technik zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren. Bislang hatten sie mehr als 80000 Besucher. Derzeit wird für die neue Außenstelle in Augsburg noch ein zentraler Standort gesucht.

Wie berichtet, ist inzwischen eine große Lösung für die Außenstelle vom Tisch – das sogenannte „Newseum“. Es hätte Besuchern im Augsburger Glaspalast auch ausgewählte Exponate mit „Fake News“ aus der Zeitungsgeschichte zeigen sollen. Söder hatte ursprünglich von „etwa 15 Stellen“ gesprochen. Nun soll es ein Büro mit 5,5 Mitarbeiterstellen geben. Dass die Außenstelle deutlich kleiner ausfällt als ursprünglich angekündigt, kritisieren die Grünen-Landtagsabgeordneten Stephanie Schuhknecht und Cemal Bozoglu.

Schuhknecht sagt, sie habe nach dieser „Luftnummer“ Zweifel an Söders Versprechen. Die neuesten Versprechen zu rund 600 zusätzlichen Studienplätzen und dem Teilumzug des Bau- und Verkehrsministeriums kämen kurz vor den Kommunalwahlen, „um offensichtlich die verunsicherte CSU vor Ort zu stützen“, so die Grünen in einer Mitteilung. (mit jöh)

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