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Parktheater

06.02.2012

Spritzig, lustvoll und rasant

Stimmungsvolles Bläser-Quintett mit spritzigen Einlagen: „Bozen Brass“ aus Südtirol bei ihrem Auftritt im Parktheater.
Bild: Foto: Eric Zwang-Eriksson

Das Südtiroler Blechbläser-Quintett „Bozen Brass“ mit der Show „Black or White“

Den größten Kontrast wählte das Blechbläser-Quintett „Bozen Brass“ für seine Show: „Black or White“ lautete der Titel. Im Parktheater präsentierten sich die Musiker dementsprechend: schwarz und weiß. Auf den Rest der Farbpalette musste das Publikum aber nicht verzichten, der fand sich im Repertoire der Musiker wieder.

Lustvoll lieferten sich Multi-Instrumentalist Robert Neumair (Trompete, Akkordeon, Percussion), Anton Ludwig Wilhalm (Trompete), Norbert Fink (Horn), Stefan Mahlknecht (Posaune) und „Teufelszunge“ Toni Pichler (Tuba) musikalische Gefechte. Die Einlagen zwischen den Nummern waren genauso frech und humorvoll wie die Arrangements alter und neuer Meister.

So fand sich John Downlands „Can she excuse my wrongs“ aus dem Elisabethanischen Zeitalter in neuzeitlich pulsierendem Gewand für vier Bläser und ein Cajon wieder, während Stings „Englishman in New York“ als gehauchte Flügelhorn-Ballade zu hören war. Die Partita in B von Johann Sebastian Bach, in kraftvollem Up-Tempo dargeboten, förderte die Virtuosität des Quintetts zutage, das Michael-Jackson-Medley den Übermut der Südtiroler.

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Vergnüglich gestaltete sich die gackernde Interpretation von Jaco Pastorius’ Meisterwerk „The Chicken“, rasant Chic Coreas „Spain“ mit Joaquin Rodrigos „Concierto de Aranjuez“ als Intro.

Auch die eigenen Kompositionen konnten sich hören lassen. Im Kontrast zu den humorvoll bearbeiteten Fremdkompositionen wirkten sie geradezu seriös; zum Beispiel das anspruchsvolle Werk „Galaxy“, oder auch das Stück „Nexus“, das mit der Räumlichkeit spielte, als die beiden Trompeten von der Galerie herab erschallten.

Bei „Bozen Brass“ traf gute Unterhaltung auf musikalisches Feingefühl. Mehr davon!

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