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Hochablass

23.01.2012

Stadt grübelt über Ratsbegehren-Frage

Das Wasser, das am Hochablass hinabstürzt, ist begehrt: Die Stadtwerke wollen seine Kraft nutzen, um Strom zu erzeugen. Dagegen regt sich vor allem in Hochzoll Widerstand.
Bild: Foto: Silvio Wyszengrad

Kurz vor der Abstimmung steht die Frage zum Ratsbegehren noch nicht fest. Eine Zustimmung ist unwahrscheinlich.

Das Hochablass-Kraftwerk bleibt ein heißes Thema: Mitarbeiter der Stadt waren gestern – drei Tage vor der Abstimmung im Stadtrat – noch damit beschäftigt, die Fragestellung für ein Ratsbegehren zu formulieren. Darin sollen die Bürger gefragt werden, ob sie für den Einbau eines Wasserkraftwerks ins Wehr sind.

Allerdings ist ohnehin damit zu rechnen, dass der Vorstoß von Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU), die Bürger abstimmen zu lassen, im Stadtrat ohnehin keine Mehrheit finden wird. Es hatten bereits Stadträte aus seinem eigenen Lager, der CSU-Pro-Augsburg-Koaltition – angekündigt, dass sie ihm die Gefolgschaft verweigern werden. Allerdings stellte sich die CSU als Partei am Wochenende mit zwei Gegenstimmen hinter den Vorstoß für ein Ratsbegehren und hinter das Kraftwerks-Vorhaben insgesamt.

Gegner betonten unterdessen, nicht gegen den Atomausstieg und Strom aus ökologischen Quellen zu sein. Das Kraftwerk sei aber nicht automatisch sinnvoll und rentabel, nur weil es Energie aus regenerativen Quellen erzeugt, so  Willi Reisser und Hans Koppold von der Bürgerinitiative. Dieselbe Energiemenge wie das Kraftwerk (11,9 Millionen Euro Kosten) könnten Windräder für 4,6 Millionen Euro erzeugen. (skro)

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