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Augsburg-Stadt

21.06.2015

Theatersanierung: Wie reagieren Kritiker?

Wie geht es weiter mit der Theatersanierung? Die Stadt hat einen Bürgerdialog angeboten. Darüber diskutieren diese Woche die Kritiker.
Bild: Anne Wall

Die Stadt hat den Kritikern der Theatersanierung einen Dialog angeboten. Doch wie gehen sie damit um?

Zu einer Annäherung zwischen der Politik und den Kulturschaffenden ist es gekommen: Am Freitag unterbreitete die Stadt den Kritikern der Theatersanierung ein umfassendes Angebot, auf welche Weise sie künftig einen Dialog führen, in die Planungen mit einbezogen werden sollen. Über 50 Künstler, Schriftsteller, Architekten und auch Stadträte hatten Ende Mai in einem offenen Brief kritisiert, dass die Bürger viel zu wenig in die Planungen mit eingebunden seien. Zu den Unterzeichnern gehört auch Buchhändler Kurt Idrizovic. „Es ist natürlich ein gutes Signal. Es ist gut, dass jetzt miteinander geredet wird. Ich hoffe, dass Gesprächswege gefunden werden, die auch hoffentlich belastbar sind“, sagte er gestern auf Anfrage.

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Zwei Treffen im Lauf der Woche

Wie der Kreis der Unterzeichner auf das Angebot reagiert, werde am Donnerstag bekannt gegeben. Idrizovic: „Am Dienstag trifft sich ein Kreis der Erstunterzeichner. Außerdem findet zu diesem Thema eine außerordentliche Kulturbeiratssitzung statt. Diese Treffen warten wir ab.“ Wichtig sei ihm, dass der Prozess des gegenseitigen Austausches nicht aufhört. „Wir sind keine Sanierungsgegner. Wir wollen auch eine Sanierung. Aber für die Planung muss man sich Zeit nehmen“, sagt er. Schließlich gehe es um viel Geld. Ein Knackpunkt in der Diskussion: Die Unterzeichner werfen die Frage auf, ob die Stadt es sich leisten könne, wohl an die 200 Millionen Euro für einen Theaterumbau zu zahlen. Es wird befürchtet, dass wegen des Theaters für andere Kultureinrichtungen kaum mehr Geld da sein werde.

Die Stadt hat am Freitag einen umfangreichen Dialogprozess vorgestellt, wie die Bürger an den Planungen beteiligt werden können. Ab Herbst soll es etwa einen von externen Fachleuten moderierten Bürgerdialog geben.

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