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Augsburg

23.08.2020

Tierschutzverein warnt Tierhalter vor Giftködern in Göggingen

Werden im Raum Göggingen vergiftete Köder ausgelegt? Mehrere Tierhalter berichten von Hunden und Katzen mit Vergiftungssymptomen.
Bild: S. Wyszengrad (Symbol)

Im Raum Göggingen litten offenbar mehrere Hunde und Katzen unter Vergiftungserscheinungen. Der Augsburger Tierschutzverein spricht nun eine Warnung aus.

Der Augsburger Tierschutzverein warnt aktuell Tierhalter im Raum Göggingen-Süd zur Vorsicht: Mehrere Tierbesitzer hatten zuvor Vergiftungen ihrer Hunde und Katzen gemeldet. Der Tierschutzverein hat Giftköder im Verdacht. Beweise gibt es allerdings noch nicht.

In einer Pressemitteilung berichtet der Verein unter anderem von einem freilaufenden Kater. Er habe plötzlich Blut gespuckt und blutigen Durchfall gehabt. Nach der Behandlung in einer Tierklinik stand die Ursache fest: Vergiftung. „Die Ursache, ob Giftköder oder etwa der Verzehr einer giftigen Pflanze, konnte allerdings nicht mehr bestimmt werden“, so der Tierschutzverein. Bisher wurden auch noch keine vergifteten Köder in der Umgebung gefunden.

Giftköder in Göggingen: Halter werden um Mithilfe gebeten

Doch weitere Vorfälle aus der Gegend unterstützen die Vermutung, so der Tierschutzverein. So war eine Katze beobachtet worden, die sich vor Schmerzen auf der Straße gekrümmt habe, auch Hundebesitzer aus der Gegend hätten von Vergiftungserscheinungen ihrer Tiere berichtet. Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Tierschutzvereins, sagt: „Wenn hier jemand illegal Giftköder auslegt, muss das schnellstmöglich aufgeklärt und unterbunden werden.“ Im schlimmsten Fall würden diese nicht nur Tiere, sondern auch Kinder gefährden.

Deshalb bittet der Tierschutzverein Tierhalter insbesondere in Göggingen um Mithilfe. „Melden Sie sich bei uns, wenn ihr Tier nach einem Aufenthalt im Freien Symptome einer Vergiftung zeigt“, appelliert Gaßner. Am auffälligsten seien unsicherer Gang, Lähmungen, Schaum vor dem Maul, Krämpfe oder starkes Zittern, Benommenheit und Apathie. In solchen Fällen sollte schnell ein Tierarzt aufgesucht werden. Gaßner rät zudem dazu, Teile des Stuhls oder von Erbrochenem des Tieres zur Analyse in die Tierklinik mitzubringen.

Aus Sicht der Polizei gilt grundsätzlich: „Die Leute sollen es auch bei uns melden.“ Denn erst wenn man von einem Verdacht wisse, könne man andere Hinweise aus der Gegend unter Umständen richtig zuordnen, sagt Maria Enslin von der Pressestelle der Polizei. Verdächtige Köder sollte man sichern, aber auch ein Google-Maps-Ausdruck des Gebiets (in dem etwa die Katze unterwegs war) könne helfen, so Enslin. In letzter Zeit sei der Polizei in Augsburg aber kein derartiger Vorfall gemeldet worden.

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