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Augsburg

12.04.2019

Wahl 2020: Pro Augsburg will wieder mitregieren

Beate Schabert-Zeidler und Rudolf Holzapfel sind im Quartett der Pro Augsburg-Stadträte diejenigen, die bei der Wahl 2014 auch für die Bürgervereinigung angetreten sind.
Bild: Silvio Wyszengrad

Pro Augsburg läuft sich für die Kommunalwahl warm. In der Frage eines OB-Kandidaten gibt es einen klaren Kurs.  

Zum politischen Leben gehören Auf und Ab. Die Bürgervereinigung Pro Augsburg hat diese Erfahrung in den zurückliegenden zwei Perioden im Augsburger Rathaus gemacht. Von 2008 bis 2014 war Pro Augsburg der kleine Koalitionspartner der CSU im Rathaus. Nach der Wahl 2014 sah die Situation anders aus: Pro Augsburg verlor nicht nur einige Sitze, sondern rückte ins zweite Glied. Bei der Wahl 2020 soll es nun wieder aufwärts gehen.

Gegenwärtig ist Pro Augsburg mit vier Stadträten zahlenmäßig größte Einzelgruppierung der Rathaus-Opposition. Die Zusammensetzung der Fraktion zeigt die Wechselhaftigkeit im politischen Betrieb. Beate Schabert-Zeidler und Rudolf Holzapfel rückten 2014 für Pro Augsburg in den Stadtrat. Der frühere Kulturreferent Peter Grab verließ die Bürgervereinigung danach im Streit. Grab gründete die Gruppierung WSA (Wir sind Augsburg), für die er im Stadtrat sitzt. Zu Pro Augsburg stießen in der laufenden Periode Thomas Lis (vormals AfD) und Claudia Eberle (CSM).

Die vier Fraktionsmitglieder machen weiter

Vor der Wahl im März 2020 haben sich die vier Fraktionsmitglieder in einem Punkt festgelegt. Alle wollen 2020 wieder für den Stadtrat kandidieren, hieß es bei einem Pressegespräch mit unserer Zeitung. Ob einer aus dem Quartett als OB-Kandidat antreten wird, ließ man offen. Pro Augsburg will im Juli die Stadtratsliste aufstellen. Bei der Versammlung soll auf alle Fälle auch ein OB-Kandidat nominiert werden. „Pro Augsburg wird mit Sicherheit einen OB-Kandidaten stellen“, sagt Fraktionschefin Claudia Eberle.

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Die Fraktion befinde sich mit dem Verein von Pro Augsburg in enger Absprache, wer für diese Position auserkoren werde. Rund 100 Mitglieder hat Pro Augsburg gegenwärtig. „Bürger machen Politik“, lautet das Motto der Bürgervereinigung. Dieser Aspekt soll im anstehenden Kommunalwahlkampf offensiv angesprochen werden. „Wir können uns in der Tat auf die Augsburger Belange konzentrieren“, sagt Beate Schabert-Zeidler. Wirtschaft, Kultur, Bildung und Bauen sind Themen, die im Wahlprogramm eine wichtige Rolle spielen.

Ein Wahlziel ist ausgegeben: Pro Augsburg will Fraktionsstärke erreichen, sagt Holzapfel. Dazu sind vier Sitze nötig. Falls möglich, würde Pro Augsburg gerne wieder Regierungsverantwortung übernehmen. „Eine bürgerliche Mehrheit ist möglich“, heißt es. Das Agieren des regierenden Dreierbündnisses von CSU, SPD und Grünen sieht Pro Augsburg kritisch: „Wir sind gegen eine solch übergroße Koalition. Genau ein solches Konstrukt wollen wir im Jahr 2020 vermeiden.“ Weil sie beim Neubürgerempfang der Stadt darauf angesprochen worden seien, unterstreichen die Vertreter von Pro Augsburg, dass sie sich dem bürgerlichen Lager zugehörig sehen. Dass es in Chemnitz die rechtspopulistische Bürgerbewegung Pro Chemnitz gebe, sei nicht zu ändern.

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